Pressenotizen und Berichte


Hier finden Sie Interessantes aus der Arbeit der Investors Communication Group e.V., Kurzberichte aus persönlichen Mitschrieben und Eindrücke von Hauptversammlungen oder auch Stellungnahmen zu aktionärsrelevanten Themen.
(Mitglieder lesen ausführlicher und weitere Details im Forum "plaza"... und Gäste können sich gerne im Gästeforum" zu Wort melden ...)


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Interesse an unserer Arbeit? Wenn Sie Kommentare oder Fragen zu unseren Kurzberichten haben, schicken Sie uns eine Nachricht.

13.09.2013: Haldane McCall PLC - Hauptversammlung

Frankfurt am Main - Für die Hauptversammlung der Haldane McCall PLC erhielt der ICG e.V. Vollmachten und Stimmrechte verschiedener Aktionäre. Einen diesmal besonders ausführlichen Bericht gibt es für Vollmachtgeber und Mitglieder im Forum plaza.

29.05.2013: Mainova AG - Hauptversammlung

Frankfurt am Main - Einen ganz aktuellen Bericht von der heutigen Hauptversammlung der Mainova AG gibt es für Mitglieder im Forum plaza.

14.05.2013: OperaOne AG - Hauptversammlung

Frankfurt am Main - Nur wenige Aktionäre waren zur diesjährigen Hauptversammlung erschienen. Die Investors Communication Group e.V. vertrat durch Rechtsanwältin Marion Kostinek als einzige Aktionärsvereinigung Anlegerinteressen. In seinem Bericht ging Vorstand Jerey kurz auf das Portfolio ein. Die ICG-Frage nach dem Bilanzergebnis konnte am Ende zufriedenstellend beantwortet werden. Die Diskussion zwischen erstauntem ICG und Gesellschaft betraf vor allem die Neuausrichtung in der Standortpolitik und die Einschätzung der Chancen des Projektes im Frankfurter Gallus-Viertel, das nach Meinung der Gesellschaft maßgeblich durch das Europa-Viertel profitiere. Man wende sich nunmehr mit diesem Projekt auch an die Mittelschicht und unterlegte dies mit einer aktuellen Mietpreisanalyse. Nannte die Gesellschaft laut Lagebericht 2012 noch Abverkaufspreise pro Quadratmeter im Frankfurter Premiumbereich Westend in einer Bandbreite von 4.500-6.000€, so sah der Vorstand in der HV die aktuellen Verkaufspreise auf ICG-Nachfrage im Gallus bei immerhin 3.000 €/qm, wie sie für das Nachbargrundstück erzielt würden.

30.04.2013: SGL CARBON SE - Hauptversammlung

Wiesbaden - Auf der Hauptversammlung im Kurhaus war der ICG e.V. durch die Vorsitzende Marion Kostinek mit Fragen an die Gesellschaft und einem Redebeitrag präsent. Einzelheiten und Eindrücke dazu für Mitglieder im Forum plaza.

21.04.2013: Mitgliederversammlung

Pulheim - Die Investors Communication Group e.V. hat auf der diesjährigen Mitgliederversammlung die beiden bisherigen Vorstandsmitglieder Holger Mehler und Martin Langer wiedergewählt. Neben Personalien stand der Bericht des Vorstands sowie die aktuelle Entwicklung bei der VestCorp AG auf dem Programm. Ein ausführlicher Bericht dazu steht für Mitglieder im Forum plaza.

18.04.2013: VestCorp AG i.I. - ao Hauptversammlung

Frankfurt am Main: Über die gut besuchte ao Hauptversammlung der VestCorp AG i.I. gibt es für Mitglieder einen ersten ausführlichen Bericht im Forum plaza. Die Investors Communication Group e.V. war durch die Vorsitzende Marion Kostinek vor Ort. Eine Einschätzung des Verlaufs sowie zahlreiche Dokumente können dort eingesehen werden.

Etliche Aktionäre fühlen sich von der Ereignissen und im Vorfeld der ao HV, die dann doch am 18.04.2013 in Frankfurt am Main stattfand, verwirrt. Bereits die Nachricht der Insolvenz der Gesellschaft hatte überrascht. Die Bestandsaufnahme des Insolvenzverwalters steht nur den Gläubigern zur Verfügung und nur wenige Aktionäre hatten an der Gläubigerversammlung teilgenommen; weitgehend wollten jedoch auch sie die Chancen der Informationsgewinnung nutzen, die eine Hauptversammlung bietet. Der ICG bestand durch Frau Rechtsanwältin Kostinek auf dem Fragerecht auch in Abwesenheit der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, da der Austausch mit anderen Aktionäre und dem Versammlungsleiter über Redebeiträge durchaus sinnvoll sei, auch wenn die Informationspflicht primär den Vorstand träfe. Der Versammlungsleiter bestätigte dann schließlich auch das Fragerecht. Er erläuterte, welche Verfahren es im Vorfeld gegeben habe. Die Verantwortung für diese Versammlung und insbesondere die Ermittlung der korrekten Präsenz sah er auf ICG-Frage bei Herrn Döbert als Einladendem. Auf Anregung des ICG stellte der Versammlungsleiter den Aktionären Unterlagen, Rücktrittsschreiben und ein Anwaltsschreiben zur Verfügung, damit man sie selbst bewerten könne. Auch die Schriftform betreffende ICG-Nachfragen zu diesen Unterlagen beantwortete der Versammlungsleiter. Die Notarin nahm zur ausführlich zur Frage Stellung, ob eine ordnungsgemäße Versammlungsleitung vorläge und bejahte es. Nicht befriedigend konnte die Frage geklärt werden, ob und inwiefern eigene Aktien im Rahmen der Beschlussbekanntgabe zu berücksichtigen seien. Der Aktionär Klein aus Saarbrücken verfolgte seine Rechte von Anbeginn der Hauptversammlung sehr nachdrücklich und stellte eine Reihe von Anträgen, unter anderem den "Antrag zur Güte", die Hauptversammlung beschlussfrei zu beenden. Seinem Antrag mochte niemand folgen. Erstaunliche 71,13 % des Grundkapitals waren laut Versammlungsleiter in der Hauptversammlung vertreten, und am Ende wurden einstimmige Beschlüsse zur Abwahl der Mitglieder des Aufsichtsrates, "wer immer dies sei" und zur Neuwahl des Aufsichtsrats gefasst. Bleibt abzuwarten, ob nun die vom Aktionariat gewünschte Handlungsfähigkeit einkehrt.

21.02.2013: TRIPLAN AG - Hauptversammlung

Bad Soden - Auf der diesjährigen Hauptversammlung der TRIPLAN AG war der ICG e.V. durch seine Vorsitzende Marion Kostinek vertreten. Unsere Fragen an die Gesellschaft, deren Antworten und eine Einschätzung dazu finden sich - für Mitglieder wie gewohnt - im Forum plaza. Die Vorstandsvorsitzende der Investors Communication Group e.V. vertrat Stimmrechte in nennenswertem Umfang.

04.02.2013: Vestcorp AG - Gläubigerversammlung

Düsseldorf - An der Gläubigerversammlung der Vestcorp AG, mit dem Bericht des Insolvenzverwalters und Beschlüssen über den Fortgang des Verfahrens, nahm der ICG e.V. als Gläubiger teil. Die Einzelheiten - in ausführlicher Form - stehen für Mitglieder wie gewohnt im Forum plaza bereit.

29.10.2012: Magnat Real Estate AG - Hauptversammlung

Frankfurt am Main - Die rückwirkende Änderung der Konzernabschlüsse 2009/2010 und 2010/2011 auf Basis einer Überprüfung durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR), in Bezug auf die Integration der R-Quadrat-Gruppe, beeinflusste auch den der Hauptversammlung am 29.10.12 vorgelegten Konzernabschluss, der einen Konzerngewinn von 12,9 MIO€ ausweisen konnte. Die Eigenkapitalquote von 45,7% nach 18,6% im Vorjahr betrachtete Rechtsanwältin Marion Kostinek für den ICG als außergewöhnlich hoch für ein Immobilienunternehmen, die sich bei einem NAV von 1,44 €/share zum Bilanzstichtag in keiner Weise im Kurs der Aktie widerspiegele. Abschläge der Anleger für die Auslandsengagements könnten hierfür ausschlaggebend sein, mutmaßte der Vorstand. Er schloss auf ICG-Frage angesichts des üblichen Tagesvolumens von rund 7.000 Stück nicht aus, dass die Abgabe von ca. 200.000 Stück Aktien durch die Altira den Kurs im Fall eines Verkaufs über die Börse zusätzlich negativ beeinflusst haben könnte; die von der Altira gehaltene Beteiligung an der Magnat war laut Stimmrechtsmitteilung unter die 15% auf 13,56% gerutscht. Im Magnat-AR wird die Altira AG seit April 2011 durch ihren Vorstand Schütze repräsentiert. Weitere Fragen des ICG beschäftigten sich mit dem schon vor einiger Zeit angekündigten Segmentswechsel in den Entry Standard, für den der gegenüber den Vorjahren im Umfang reduzierten Beschlussvorschlag für die Prüferbestellung sprach. Die eigenen hohen Ansprüche an Transparenz würden jedoch erhalten bleiben, bekräftigte der Vorstand Lube. Auf erfolgreiche Vorhaben in Österreich angesprochen erläuterte er, man prüfe ständig weitere Projekte in Österreich, denen man sich zuwenden werde, sobald dafür Spielraum sei. Zur Stabilisierung der Gesellschaft leistet der Aufsichtsrat erneut einen Beitrag durch die Halbierung seiner Bezüge gegenüber dem früheren langjährigen Niveau.

16.10.2012: Xerius AG - ao Hauptversammlung

Düsseldorf - Erneut versuchte die Gesellschaft in einer ao HV per Sacheinlage, mit Kapitalmaßnahmen und Satzungsänderung, die grundlegende Neuausrichtung der Gesellschaft. Die mit zwei Feinkost-Nachbarschaftsläden, mit Verzehrmöglichkeit im food court, ausschließlich in Atlanta tätige SAVI Urban Market Inc. soll eingebracht werden. Um das Filialnetz um drei weitere Märkte erweitern zu können, benötige man das genehmigte Kapital. Einer dieser neuen Märkte sei vertraglich gesichert, die anderen beiden in Verhandlung erläuterte Vorstand Volkmann. Frau Steeg, die mit über 1000 Stimmen vertreten war, beanstandete zahlreiche formale Unstimmigkeiten und erklärte Widerspruch zu Protokoll. Eine in englischer Sprache vorgesehene Präsentation des aus Atlanta angereisten Geschäftsführers Paul Nair widersprach Frau Steeg, sofern keine belastbare Übersetzung geliefert werde. Die ICG Vorsitzende Marion Kostinek bot die Übersetzungen an, wovon die Gesellschaft jedoch keinen Gebrauch machte. So beschränkte sich Herr Nair darauf, den Vorstand bei der Beantwortung der Fragen zu unterstützen. Dennoch wurden von Frau Steeg zahlreiche Fragen als unbeantwortet zu Protokoll gegeben. Der ICG verlas und übersetzte im Rahmen seiner Fragen einen im Internet verfügbaren Beitrag zur Geschäftsphilosophie des Gründers Nair. Der Firmenbestandteil Savi sei das indische Wort für Sonne, erläuterte Nair und stehe für das Wohlbefinden, das die Kunden der Gesellschaft erwarten. Derzeit verfüge jeder Markt über eigene Lagerkapazitäten, aber in der Zukunft - bei weiterer Expansion - sei ein Zentrallager vorgesehen, war zu erfahren. Nachdem das Wertgutachten auch nach ICG-Meinung unverändert Fragen offen ließ, erfragte der ICG ergänzend umfangreiche Details zur derzeitigen und der geplanten operativen Betreibung der SAVI–Märkte, die er allesamt als plausibel beantwortet wertet. Es bleibt zunächst ungewiss, ob die am Ende der HV antragsgemäß gefassten Beschlüsse Bestand haben.

28.08.2012: Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA - Hauptversammlung

Frankfurt am Main - Am 28. August 2012 fand die sehr interessante Hauptversammlung der Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA in der Frankfurter Nationalbibliothek statt, auf der auch bereits im Nachgang zur letzten HV klagende Aktionäre vertreten waren. U.a. standen Bestätigungsbeschlüsse auf der Tagesordnung. Per Ergänzungsverlangen war u.a. die Wahl eines besonderen Vertreters auf die TO gelangt. Es gab zahlreiche Stimmrechtsvollmachten für die Vorstandsvorsitzende des ICG, Rechtsanwältin Marion Kostinek, die weisungsgemäß vertreten wurden. Die Kapitalmaßnahme zu TOP 6 war immerhin der einzige Beschluss, der laut Versammlungsleiter nicht entsprechend dem Beschlussvorschlag der Verwaltung gefasst wurde. Die ICG-Vorsitzende hatte mit gut 160.000 Stimmen dagegen votiert. Streitig war u.a. die Frage, ob Stimmverbote zutreffend beachtet würden. Einen ersten Kurzbericht über die Ereignisse gibt es für die Mitglieder natürlich bereits im plaza. Hier demnächst mehr .... Alle Vollmachtgeber können Kurzbericht und den vollständigen Bericht kostenfrei abrufen.

03.08.2012: GSC Holding AG - Hauptversammlung

Düsseldorf - Die GSC Holding AG hat im Berichtsjahr 2011 Sparpotentiale ausgeschöpft und strebe nun die schwarze Null für 2013 an. Mit dem gut erreichbaren Düsseldorfer CVJM-Hotel hatte man einen neuen, sehr geeigneten Versammlungsort gefunden. Wie Neu-Vorstand Paulsen zuversichtlich berichten konnte, habe man mit dem „Fondsperformer“ im NebeneffektenBrief ein Tool zur Chancenidentifikation bei Fonds mit Alleinstellungsmerkmal erarbeitet. Nun sei es am Vertrieb, dies in klingende Münze umzusetzen. Der ICG, der durch seine Vorsitzende Rechtsanwältin Kostinek vertreten war, unterbreitete Anregungen zur wichtigen online-Datenbank der HV-Berichte der Tochter GSC Research GmbH, und freute sich zu hören, dass sich diese derzeit bis voraussichtlich Oktober in umfassender Aktualisierung befinde. Die Beteiligung an der Tochtergesellschaft war im Vorjahr in großem Umfang abgeschrieben worden. Auf ICG-Frage, wann hier stille Reserven oder Zuschreibung entstehen könnten, mochte sich Herr Langhorst nicht festlegen. Mit der vorgeschlagenen Kapitalherabsetzung werde nun nicht nur ein Sanierungsbeitrag geleistet, sondern eine zukunftsgerichtete Maßnahme getroffen, meinte der ICG. Dem schloss sich das Aktionariat bei der Abstimmung an und votierte auch in diesem Punkt gemäß Verwaltungsvorschlag.

11.07.2012: InCity Immobilien AG - Hauptversammlung

Frankfurt am Main - Die Gesellschaft InCity Immobilien AG sieht sich auf gutem Weg nach dem Abschluss der Konsolidierung. Eine Darlehenszusage als "Vorratslinie" aus Aktionärskreisen von 20 MIO € ermögliche die beabsichtigte Expansion in neue erfolgversprechende Top-Standorte wie Stuttgart, führte Vorstand Frantzen aus. Der ICG hinterfragte durch seine Vorsitzende Rechtsanwältin Kostinek die vier Kapitalerhöhungen des Berichtsjahres 2011. Zwar seien immerhin -0,59€/share erzielt worden, einem deutlich über dem Vorjahr liegenden Ergebnis von -4,29€/share, auch erschienen die Standorte und vorgestellten Projekte durchaus attraktiv, es sei jedoch kaum noch zu veräußernder Bestand vorhanden. Es könnte durchaus Sinn machen, die beschlossene Veräußerung des Mietüberschuss abliefernden Bestandsobjektes Leverkusen zu überdenken, regte der ICG an, sei doch der cash flow aus der operativen Geschäftstätigkeit im Konzern mit -0,6 MIO € negativ geworden, nach 27,5 MIO € im Vorjahr. Mancher Aktionär zeige sich besorgt angesichts des von ca. 11,5 MIO € auf knapp 15,5 MIO € gestiegenen Bilanzverlustes des Gesellschaft. Die Projektrisiken lägen vor allem bei den Projektpartnern, die sehr sorgfältig aus zahlreichen Bewerbern ausgewählt würden, erläuterte Oppelt. Den Verkauf des gesamten Projektes Frankfurt Dornbusch an einen Versicherer werte er auch als Kompetenznachweis und Beleg für die Richtigkeit des Geschäftsmodells.

12.06.2012: Mox Deals AG - Hauptversammlung

Düsseldorf - Umfangreiche Informationen zum aktuell in 2012 gestarteten Deals-Geschäft warteten bereits am Eingang auf die Aktionäre. An der HV der Mox Deals AG im Düsseldorfer Flughafen nahmen gut 20 Aktionäre teil, darunter die ICG-Vorstandsmitglieder Marion Kostinek und Holger Mehler sowie u.a. auch zwei Repräsentanten der MOX Telecom, die laut Präsenzliste zusammen 10.800.000 Aktien der insgesamt gut 11,6 MIO anwesenden Stimmen vertraten. Auf der TO stand zunächst noch der JA für 2011. Über 600 T€ ausgesprochen ertragreichen Umsatzes hatte der Vorstand in 2011 mit der Beratung von Hedgefonds generiert. Das werde sich in 2012 jedoch nicht fortsetzen, erläuterte Scheunert auf ICG-Frage. Nach der Eintragung der beiden Kapitalerhöhungen hätte das neue operative Geschäft mit aktuell 50-70 Deals pro Tag gelungen starten können und entwickle sich deutlich über den Erwartungen. Die Deal-Anbieter schätzten das Modell der Gesellschaft, bei dem sie das eingehende Geld nach Abzug der Marge zeitnah erhielten. 100.000 registrierte Nutzer erwarte man in absehbarer Zeit. In den VAE habe man eine Blaupause für weitere Plattformen. Singapur und Vietnam seien gestartet, auch Ägypten, Saudi-Arabien und Türkei stünden auf dem Programm. Gewinne sollen zunächst thesauriert und in die Expansion investiert werden, so dass vor 2014 nicht mit Dividende zu rechnen sei. Der Antrag zum Wechsel in den Entry Standard sei bereits gestellt.

09.05.2012: Shareholder Value Beteiligungen AG - Hauptversammlung

Frankfurt am Main -  Der ICG stellte durch Frau Rechtsanwältin Marion Kostinek als erfreulich heraus, dass sich der innere Wert der Aktie in einem schwierigen Marktumfeld annähernd auf Höchststand befände. Die Gesellschaft hatte sich mit den letztjährigen ICG-Anregungen zu Dividende, Kapitalrückzahlung oder Wertverdichtung durch ein Aktienrückkaufprogramm in V und AR umfassend auseinander gesetzt, berichtete ausführlich darüber und tendiert nun zum Aktienrückkauf. Weiter interessierte das Vorgehen bis zu einer Anlageentscheidung. In einem Screening-Prozess werden Aktien identifiziert, die bestimmte Parameter erfüllen. Daneben greift man auch auf besonders aussagekräftige Marktinformationsquellen zurück. Fällt der anschließende Pre-Check positiv aus, erfolgt eine qualitative Untersuchung, danach verschiedene Bewertungen. Insgesamt befänden sich rund 50 Werte auf der Watchlist, man sei jedoch nur in 14 Werte investiert. Was man unternehme, um Abschreibungen bei Depotpositionen zu vermeiden, wollte der ICG wissen. Vorstand Sachs führte aus, in der Gesellschaft habe man keine klare "Stop-loss-Denke". Bei Kursrückgängen werde jedoch überprüft, ob die eigenen Einschätzungen revidiert werden müssten. Wenn nicht, könnten sich günstige Gelegenheiten für einen Nachkauf ergeben.  Vorstand Fischer unterlegte in einer Präsentation zum Behavioural Finance u.a. die Aussage, "Euroland ist im Rezessionsmodus". Die kommunizierte Dividendenpolitik werde beibehalten, so dass Dividendenausschüttungen unverändert nicht vorgesehen seien. Aber bei Abschlag auf den NAV könnte sich der Aktienrückkauf anbieten. Auch wenn die Gesellschaft keine konkreten Angaben zum NAV-Zielwert für das Geschäftsjahr 2012 machen wollte, erwarte man jedoch, eine zweistellige Rendite erreichen zu können.

09.05.2012: Deutsche Post AG - Hauptversammlung

Frankfurt am Main - Die Deutsche Post AG steht gut da, hatte sich doch der Verkauf der Postbank gerade noch zur rechten Zeit als guter und weitsichtiger Deal herausgestellt. Das honorierte auch der Aktienkurs, den einen Vorsprung vor dem DAX vorweisen konnte. Eine höhere Dividende macht zudem zufriedene Aktionäre. Mit einer Frau als Personalvorstand hat man nun auch bei Corporate Governance die Nase vorn. Bei so viel guter Stimmung war der Börsenzeitung folgende Aktion der ICG-Sprecherin Rechtsanwältin Kostinek ein paar Zeilen wert: Um auf unnötige Kosten für teure Sicherheitskontrollen hinzuweisen, hatte sie eine Nagelschere problemlos durch die Kontrollen bis zum Rednerpult gebracht, ohne gegen Sicherheitsanweisungen zu verstoßen. Der ICG erkundigte sich nach dem Stand der Technik als Zustellform durch e-Brief, die bisher tatsächlich wohl nur durch das Verifikationssystem der Cybits AG möglich ist. Dies sei für einen Erfolg des e-Briefs jedoch auch nicht erforderlich, erläuterte der Vorstand und zeigte sich nicht unzufrieden. Mit "Gohelp" leistet die Gesellschaft einen wichtigen Beitrag bei der Bewältigung von Katastrophen. Welches waren die größten Einsätze im Berichtsjahr, wollte der ICG wissen, und ob daraus auch Verbesserungsanregungen für eigene Notfallpläne gewonnen werden? In Neuseeland und El Salvador gab es im Berichtsjahr Katastropheneinsätze der Gesellschaft. Gemeinsam mit den Vereinten Nationen verfolge man ein Projekt, das die Einsatzfähigkeit von Flughäfen in Katastrophengebieten sicherstellen solle. Ständig arbeite man an einer Verbesserung der Abläufe, war zu erfahren.

08.05.2012: Franconofurt AG - Hauptversammlung

Frankfurt am Main - Hatte die Gesellschaft im Vorjahr die Dividendenstärke des Papiers stolz herausgestellt, war die magere 5ct Dividende für 2011 enttäuschend. Dem ICG gefiel die mit einem Fristfehler behaftete Einladung nicht und daher gab die ICG-Sprecherin Marion Kostinek für alle vertretenen Stimmen Widerspruch zu Protokoll.
Laut einer Corporate News vom 4. April 2012, die ausführlich diskutiert wurde, wollten Aktionäre mit einer Beteiligung von rund 27,1% an der Gesellschaft ihre Aktien veräußern. Die Lincoln International AG sei mit der Beratung und dem Verkauf dieses Paketes beauftragt und die Veräußerung des Paketes solle erfolgen, wenn bis zum 31. Oktober 2012 ein bindendes Kaufangebot über einen Mindestkurs von 9€ Aktie vorläge. Ob die Organe es nicht negativ sähen, wenn Aktionäre sich in solchem Umfang vom Unternehmen trennen wollten, fragte der ICG. Die Aktionäre sähen eine günstige Gelegenheit, ihre Aktien gut zu verkaufen, meinte Sen. Nach dem NAV gefragt, erläuterte der Vorstand, dieser betrage nach dem HGB-Abschluss 7,80€. Man müsse aber die Marge im Aufteilungsgeschäft von 20-35% berücksichtigen. Diese Marge käme also "oben drauf", so dass sich "bei konservativer Betrachtung ein Wert vom 9-11€" ergäbe, so die als Antwort gegebene "Berechnung". Der ICG las die wesentlichen Angaben zu den Geschäftsvorfällen mit nahestehenden Personen vor und beanstandete, dass die Gesellschaft keine Bank für nahestehende Personen sei. Der Vorstand zeigte sich mit dem Zinssatz von 4% und der Liquidität am Bilanzstichtag von 37 MIO € hochzufrieden.
Im operativen Geschäft solle jedoch nichts verschleudert werden, war zu erfahren. Behalte man aufzuteilende Immobilien länger, steige mit der Zeit auch die Marge. Man sei profunder Kenner des Frankfurter Marktes und dieses Geschäft sei kein Risiko, wenn man z.B. das Bockenheimer Wohngebäude betrachte. Auf die ICG-Frage nach den genauen Adressen des Immobilienbestandes, erklärte Sen, man werde zur weiteren Erhöhung der Transparenz die Objekte mit Adresse auf die Homepage setzen.

08.05.2012: OperaOne AG - Hauptversammlung

Frankfurt am Main - Die HV-Einladung OperaOne AG war kaum auf Resonanz gestoßen, die Reihen in der Frankfurter Nationalbibliothek waren weitestgehend leer geblieben. Die Sprecherin der ICG, Rechtsanwältin Kostinek gab gleich zu Beginn wegen einer beanstandeten Frist in der Einladung Widerspruch zu Protokoll. In seinem informativen Bericht gab der neue Vorstand Jerey das angestrebte Investitionsvolumen für Projekte mit 5-50 MIO € an, während es in der letzten Corporate News 4/12 vom 28.März 2012 noch mit 5-40 MIO € und im Lagebericht mit 5-15 MIO € beziffert worden war. Das sei kein Strategiewechsel, erläuterte Jerey. Zunehmend kämen Joint Venture Geschäfte mit Partnern in Betracht. Damit ändere sich die Projektgröße nach oben, aber wegen der Risikoverteilung auf mehrere Schultern bliebe dieses für die Gesellschaft unverändert, meinte Jerey. Man fokussiere sich auf leerstehende ältere Büroimmobilien bevorzugt in guter Frankfurter Lage, da Wohnimmobilien in den gewünschten Quartieren kaum vorhanden seien, was mit Karten anschaulich unterlegt wurde. Da Gewerbeimmobilien nach dem Ertragswert erwerbbar seien, könne man diese angesichts des Leerstands günstig kaufen. Bei den stark gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen seien die Kosten um den Kapitalmarktprospekt mit ca. 609 T€ und sowie Mietaufhebungskosten mit gut 300 T€ die größten Positionen gewesen. Der Abhängigkeitsbericht war zu einem unbedenklichen Ergebnis gekommen. Laut Anhang der Gesellschaft war die Franconofurt AG mit 77,00% größter Aktionär am Bilanzstichtag. Über einen Tagesordnungsergänzungsantrag war es die Franconofurt AG gewesen, die sämtliche AR-Kandidaten vorgeschlagen hatte.

07.05.2012: SCI AG - Hauptversammlung

Usingen - Die Kurzübersicht im Geschäftsbericht der SCI AG belegt, seit 2001 war das Geschäftsjahr 2011 das beste, gemessen am NAV mit 17,30€. Auch das Ergebnis 2011 sei ausgesprochen erfreulich für Aktionäre, meinte die Sprecherin für den ICG, Frau Kostinek. Überraschend war für den ICG, dass 2011 auch die erhaltenen Nachbesserungen mit ca. 315 T€ und die Summe der Einreichungen bei laufenden Spruchverfahren den Höchststand in 11 Jahren hatten. Daher interessierte die Auswahlstrategie beim Einkauf. Gerade wegen einiger Entscheidungen könnte man schon mit geringem Aufgeld zu interessanten Positionen kommen; auch schaue man sich im nahen Ausland wie Österreich um. Vorstand Wiederhold sieht hier Phantasie z.B. bei Constantia Packaging. Ausführlich wurden die in 2012 erwarteten Nachbesserungen bei Böhler-Uddeholm dargestellt, die den NAV signifikant weiter verbessern dürften. Angesichts der guten Unternehmenserfolge fragte der ICG nach der Dividendenpolitik. Wiederhold wertete jedoch die Kapitalrückzahlung von 1,50€ an die Aktionäre als eine Art Dividende für mehrere Jahre.

24.04.2012: GSC Portfolio AG - Hauptversammlung

Düsseldorf - An gewohntem Ort, im Düsseldorfer Hotel Nikko, fand die diesjährige ordentliche Hauptversammlung der GSC Portfolio AG statt. Der auf der HP der Gesellschaft veröffentlichte Absetzungstrag zu TOP 7 (Wahl des WP) und der Wahlvorschlag des Aktionärs Mariotti, die ICG-Vorsitzende Rechtsanwältin Kostinek als neutrales Mitglied in den Aufsichtsrat zu wählen, wurden von der Verwaltung übernommen und gingen mit 100% bzw. 99% durch. Vorstand Reich kündigte an, man werde zu einer weiteren, einer aoHV einladen, in der die Wahl eines neutralen WP vorgeschlagen werde, denn inzwischen habe man Klarheit über die Voraussetzungen für einen Wechsel in den Entry Standard. In einer Satzungsänderung solle die Erweiterung des AR auf 6 Mitglieder vorgeschlagen werden, damit zwei weitere aus dem Aktionariat besetzt werden könnten. Die hohe Transparenz, das Markenzeichen der GSC Portfolio AG, solle erhalten bleiben, betonte Reich. Strategieänderungen wie bei der Hinwendung zu Edelmetallen sollen deutlicher in den laufenden Berichten kommuniziert werden, kündigte Reich an. Vorstand Langhorst gab bekannt, er werde sich nach Auslaufen seines Vorstandsvertrages am 30. Juni 2012 auf sein Vorstandsmandat bei der GSC Holding AG konzentrieren. Es überraschte, dass die beiden AR-Mitglieder Proksch und Engels, die wie ARV Grüninger auf Antrag der VCI Venture Capital und Immobilien AG und der SPV Edelmetalle AG gerichtlich bestellt worden waren, nicht entlastet wurden; beide waren nicht anwesend. Während die von Rednern kritisch gesehene Kapitalerhöhung zu TOP 8 mit einfacher Mehrheit durchging, fanden die Schaffung eines genehmigten Kapitals (TOP 9) und Schaffung eines bedingten Kapitals (TOP 10) nicht die erforderliche ¾ Mehrheit.
Hinweis: Die Vorstandsvorsitzende der Investors Communication Group e.V. Rechtsanwältin Marion Kostinek ist stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der GSC Portfolio AG.

20.04.2012: Merck KGaA - Hauptversammlung

Frankfurt - Das viel diskutierte Programm "Fit für 2018" prägt den Veränderungsprozess bei Merck in allen Bereichen, von den Geschäftsprozessen über Führungsstrukturen bis hin zur Personalentwicklung. Mit zeitlich begrenzter Beraterunterstützung soll die Veränderung primär von innen her erfolgen und dabei alle miteinbeziehen und schließlich einmünden in Wachstum, erläuterte Kley. Ein vom ICG gelobtes erstes abgeschlossenes Beispiel des Fit-Programms ist der wichtige Bereich der Investor Relations, wovon besonders die interessierten Aktionäre bereits profitieren. Der ICG erfragte durch Frau Rechtsanwältin Kostinek die im Vorfeld angekündigten Steuervorteile des auf der TO stehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der heipha Dr. Müller GmbH, einem hochwichtigen Zulieferer von Merck; diese sollen sich durch Konzerneffekte und im Rahmen der Zinszurechnung bei der Gewerbesteuer realisieren. Stille Reserven beim Betriebsgrundstück hätten sich laut Gutachten jedoch nicht ergeben, wie vom ICG erhofft. Zuletzt wollte der ICG in Erfahrung bringen, ob die Aktienstruktur (1 Namensaktie, ansonsten Inhaberaktien, zunächst ohne den Ausschluss der Verbriefung) nicht den Motiven der Aktienrechtsreform widersprächen. Da jedoch fast vollständig Sammelurkunden ausgestellt seien, die das Einzelverbriefungsrecht ausschlössen, sah der Vorstand hier zu Recht keine Gefahr. 19 MIO hat Merck an Medikamenten für die Behandlung einer tückischen Krankheit in Afrika, vor allem bei Kindern investiert, ein Projekt, das Merck gemeinsam mit der World Health Organisation betreibt. Hier lobte der ICG die Absicht, die Mittel deutlich zu erhöhen, um die Krankheit auszulöschen. Der Vorstand erklärte auf ICG-Frage, man erhebe keinerlei Forschungsdaten als Nebeneffekt, das entspräche auch nicht den ethischen Werten, die man mit dem Projekt verfolge.

29.03.2012: Deutsche Beteiligungs AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Im vergangenen Jahr wurden bei der Deutsche Beteiligungs AG die Ziele weitgehend verfehlt, denn die Eigenkapitalkosten wurden nicht verdient. Nicht etwa realisierte Verluste waren jedoch die Ursache, sondern Bewertungen; der sich abzeichnende positive Geschäftsverlauf könnte daher auch Wertaufholungen zulassen, so dass die Dividendenpolitik vom ICG als anlegerfreundlich eingestuft wurde. Die Höhe und Berechnung der AR-Vergütung hatte die ICG-Vorsitzende, Frau Rechtsanwältin Kostinek, zunächst vergeblich gesucht. Die Gesellschaft hatte diese Auskunft sehr schnell und umfassend im Vorfeld erteilt. Freiherr von Hodenberg sagte zu, dies zeitnah für alle Aktionäre transparent auf der HP der Gesellschaft darzustellen. Unverständlich erschien dem ICG, wie es selbst einem eingeschalteten Headhunter nicht gelungen sein konnte, eine geeignete Frau als AR-Kandidatin zu finden. Die Gesellschaft verneinte, dass durch die Nichterfüllung der Frauen-Organ-Quote bei ausländischen Auftragsvergaben, z.B. den Beteiligungen, ein Nachteil entstanden sei. Bei den bilanziellen Besonderheiten, die dem BilMoG geschuldet waren, war dem ICG in der Darstellung einer Umbuchung von ca. 18,5 MIO € ein Betrag von 2,7 MIO € als "Überschuss des Vermögens über die Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen" aufgefallen. Der Vorstand bestätigte, dass dieser Überschuss bei der Gesellschaft verbleibe, dies werde auch zukünftig so sein. Nach langer erfolgreicher Geschäftsführung kündigte Freiherr v. Hodenberg seinen Rückzug aus dem Vorstand an.

20.03.2012: Isra Vision AG - Hauptversammlung

Darmstadt - Der VV berichtete stolz über 57% Eigenkapital, Gross Margin von 60% und das Erreichen aller Ziele, einschließlich einer deutlichen Erhöhung der Dividende. Das verlangte Respekt. 3,7 MIO langfristiger Kredite wurden getilgt, und so wurde nach Auffassung des ICG auch das von Sühling artikulierte Risiko deutlich verringert. Der Aktionär Dr. Dischinger, der Dutzende komplexer Fragen vor allem zum Jahresabschluss stellte, berichtete von einer gewonnenen Auskunftsklage. Auf Frage des ICG erklärte die Gesellschaft, seine Anfechtungsklage zur letzten HV sei noch nicht entschieden. Die Gesellschaft machte deutlich, dass sie das Risiko als so gering einschätzte, dass sie eine Erwähnung der Klage im Jahresabschluss bzw. Lagebericht für entbehrlich hielt. Dr. Dischinger stellte nun einen Gegenantrag zu Gewinnverwendung, statt 25ct schlug er 45ct vor, den Beschlussantrag der Verwaltung hielt er für satzungswidrig. Der ICG nahm durch Frau Kostinek für den ICG dazu ausführlich Stellung. Sie hielt den Gegenantrag für zulässig, aber nicht schlüssig und votierte daher für den Verwaltungsvorschlag. Da dieser mit großer Mehrheit durchging, erübrigte sich die Abstimmung über den Gegenantrag.

19.03.2012: n.runs AG - Hauptversammlung

Oberursel - Der Wunsch nach weniger beratungsintensiven und kürzeren Verfahren in Handelsregisterangelegenheiten seien der Anlass für die Sitzverlegung der Gesellschaft, erläuterte der Vorstand. Finanzverfahren, Ausschreibungsbedingungen oder Subventionstöpfe, seien hingegen aktuell nicht relevant, beantwortete der Vorstand die Fragen des ICG, der durch Frau Rechtsanwältin Kostinek vertreten war. Da der Großaktionär kostenfreies Residenzrecht gewähre, seien mit der Sitzverlegung nur geringe Kosten verbunden. Die Sitzverlegung sei nachhaltig im Interesse der Aktionäre, bekräftigte VV Lee. Der ICG regte für die Einladung zur o HV und die Satzung eine Reihe von Verbesserungen an und begründete dies ausführlich. Die Gesellschaft bedankte sich für die Vielzahl konstruktiver Anmerkungen des ICG und erklärte, diese aufgreifen zu wollen.
Zum Ende äußerte der ICG folgende Vermutung zu strategischen Überlegungen der Gesellschaft und zur vorgezogenen Sitzverlegung in der heutigen ao HV: Ob die Aktionäre Kapitalmaßnahmen auf der TO zur ordentlichen HV 2012 finden werden, die unkompliziert und rascher beim dann zuständigen HR Mainz eingetragen werden können?

23.02.2012: TRIPLAN AG - Hauptversammlung

Bad Soden - Die Dividende stieg nach dem Erreichen operativer Ziele von 6 ct/share im Vorjahr auf 10 ct/share. Mit dem neuen VV Stromberger war frischer Wind auch in vertriebliche Aktivitäten der TRIPLAN AG gekommen. Erfreulich: nach dem Follow the Customer-Prinzip scheinen Auslandsaktivitäten auch in anderen Kontinenten risikoarm auf Eurobasis umgesetzt worden zu sein. Erstmals in der Unternehmensgeschichte habe man ein für den Kraftwerksbau wichtiges Patent beim Europäischen Patentamt angemeldet, berichtete CFO Braun. Die von ihm erläuterte Aktionärsstruktur zeigt wie im Vorjahr die 28%ige Sperrminorität der ABAG Aktienmarkt und Beteiligungs-AG. Wie im Vorjahr zeigte der ICG Unverständnis, dass ein derartiger Großaktionär unverändert keinen Sitz im AR habe; wer so viel Geld investiere, wolle normalerweise auch in wichtige Entscheidungen eingebunden werden; dies erfolge nun mal idealerweise im Aufsichtsrat. Der ICG sah die Gesellschaft damit der Gefahr ausgesetzt, Beschlüsse, die die ¾ Mehrheit erfordern, wie die auf der Tagesordnung stehenden Kapitalbeschlüsse oder Satzungsänderungen nicht durchzubekommen. Für die Anregung des ICG, bei HV-Einladungen auf Satzungskonformität Wert zu legen, bedankte sich Braun ausdrücklich. Der CFO gab im Rahmen der Fragenbeantwortung seiner Erwartung Ausdruck, dass die Kapitalbeschlüsse gleichwohl durchgehen, man brauche das Geld, fügte er ohne nähere Erläuterung hinzu. Die Abstimmung und deren Auszählung offenbarten dann jedoch, dass die Verwaltung insoweit gescheitert war. Der ICG hatte in dieser Hauptversammlung verschiedene Aktionäre mit insgesamt über 28% der Stimmen, entsprechend erteilter Weisungen vertreten.

12.02.2012: CBB Holding AG - Widerruf der Zulassung der Aktien (WKN 544400) zum Handel / Notierungseinstellung

Hamburg / Düsseldorf / Berlin - Die Geschäftsführung der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg hat am 09.02.2012 (veröffentlicht im Kursblatt v. 09.02.2012) die Zulassung - gemäß § 39 Abs. 1, 1. Altes BörsG - der Aktien der CBB Holding AG (WKN 544400) zum Börsenhandel widerrufen. Der Widerruf wurde - so die Mitteilung - mit Ablauf des 10.02.2012 wirksam, weshalb die Notierung der Aktie mit Ablauf des 09.02.2012 eingestellt wurde.
Aufgrund des Widerrufs der Zulassung der Gesellschaft CBB Holding AG zum Börsenhandel im regulierten Markt an der Hamburger Wertpapierbörse wurde die Preisfeststellung der Aktien an der Börse Düsseldorf am 10. Februar 2012 ab 09.30 Uhr ausgesetzt und mit Ablauf des 10. Februar 2012 wurde die Notierung der Aktien ebenfalls eingestellt.
Die Börse Berlin teilte daraufhin am 10.02.2012 mit, dass in Übereinstimmung mit der Heimatbörse (Hamburg) der Handel im Freiverkehr Berlin mit Ablauf des Tages, wirksam zum 13.02.2012, eingestellt wird.
Ein Handel der Aktien ist damit vorläufig nur außerbörslich möglich.

Durch Beschluss des Amtsgerichts Köln (71 IN 45/06) vom 01.04.2006 ist über das Vermögen der Gesellschaft CBB Holding AG das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Die Gesellschaft ist damit zwar aufgelöst (von Amts wegen eingetragen am 21.04.2006), jedoch nicht erloschen.
Anm.: Ein erstellter Insolvenzplan bedarf der mehrheitlichen Zustimmung durch die Gläubigerversammlung und nachfolgend der Bestätigung durch das Insolvenzgericht. Eine Hauptversammlung kann eine Fortsetzung der Gesellschaft beschließen. Der Beschluss bedarf einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Das Insolvenzgericht beschließt die Aufhebung des Insolvenzverfahrens.

24.01.2012: Siemens AG - Hauptversammlung

München - Obwohl sich Siemens im Vorstandsbericht als Musterschüler im Dax präsentierte, leiste sie es sich, auf die Hebung des Potentials Frauen in Führungspositionen zu verzichten, trug der ICG durch seine Vorstandsvorsitzende Rechtsanwältin Kostinek vor. Die jahrzehntelange Zeit des Zuwartens sei vorbei. Es sei zudem ein Ammenmärchen, dass es an qualifizierten Frauen fehle. Mit dieser Auffassung stand der ICG keineswegs allein, hatte doch der Verein von Belegschaftsaktionären in der Siemens AG einen Ergänzungsantrag zur Frauenquote im Aufsichtsrat auf die Tagesordnung gebracht. Der Belegschaftsverein hatte darauf verzichtet, den Beschlussantrag in der Hauptversammlung in vollem Wortlaut zu verlesen; so tat dies der ICG vorsorglich durch Stellung eines eigenen entsprechenden Antrags, um eine Abstimmung sicherzustellen.
Das zweite Thema knüpfte an die Vorstandsaussage an, "Wo Wachstum ist, ist Siemens". Ob dies auch für die leidige Korruption gelte, wollte der ICG wissen und verwies auf Angaben im Lagebericht, S. 238 des Geschäftsberichtes, der sich auf langen 5 Seiten mit Themen wie dem "Vorwurf der Bestechung von Amtsträgern, einschließlich Verstößen gegen Treuepflichten wie Untreue, Korruption, Geldwäsche und Steuerhinterziehung" befasse. Dieser Bericht spräche gerade für ein effektives Compliancesystem, wie sich am Transparancy Index ablesen lasse. Siemens stehe für sauberes Geschäft, immer und überall.

09.01.2012: MOOD AND MOTION AG - Hauptversammlung

Frankfurt am Main - Bereits zum zweiten Mal hatte die Gesellschaft MOOD AND MOTION AG zur Hauptversammlung eingeladen, um den Verlust der Hälfte des Grundkapitals anzuzeigen. Am Ende der zweistündigen HV waren bei einem Grundkapital von 4.808.000€ immerhin 41,64% (2.002.121 Stimmen) präsent. Vorständin Frau Dr. Kroll gab dem Aktionariat in einer Präsentation einen groben Überblick über die Lage der Gesellschaft, über Abschreibungen, neue Risiken und Risikoabbau durch Veräußerungen von Beteiligungen sowie personelle Veränderungen, ebenso wie Besonderheiten und deren rechtliche Verfolgung, der beauftragte Wirtschaftsprüfer habe die Prüfung des Abschlusses 2010 noch nicht beendet. Veränderungen nach dem Ende des Geschäftsjahres könnten hierfür eine wesentliche Ursache sein, so der Eindruck des ICG. Man wollte mit Informationen nicht bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung warten, so Kroll. Dies ehre die Vorständin, da eine Verpflichtung dazu nicht bestehe, trug der ICG durch Frau Rechtsanwältin Kostinek vor. Warum sich nun aber keine weiteren Tagesordnungspunkte auf der Tagesordnung fänden, interessierte den ICG. So wären die Bestellung eines Wirtschaftsprüfers für 2011, die bereits gekannt gegebene geplante Satzungsänderung zur Umfirmierung und die Wahl des zunächst gerichtlich bestellten AR-Mitgliedes Peter Magsamen nach ICG-Meinung dafür in Betracht gekommen. ARV Schuran kündigte eine vollständige Neufassung der Satzung an, die noch etwas Vorbereitungszeit benötige, neben den aktuellen zeitintensiven Aufgaben. Das erscheint plausibel, waren doch auch dem ICG Abweichungen von üblichen Regelungsinhalten aufgefallen, die nicht ganz zu den Bedürfnissen der Gesellschaft zu passen scheinen. Für einige eher formale Hinweise bedankte sich Frau Dr. Kroll beim ICG. Die Aktionärsstrukur habe sich gegenüber den auf der HP stehenden Präsentation aus 2008 verändert: Heute gäbe es drei Großaktionäre und der Freefloat sei von 63,02% auf ca. 50% gesunken. Die Anteile des größten Anteilseigners, der WIGE MEDIA AG, sei gemäß Stimmrechtsmitteilung vom 27. Mai 2011 erwartungsgemäß auf 29,74% gestiegen. Auf ICG-Frage konnte die Vorständin auf sehr gute Beziehungen zu den Großaktionären verwiesen; dies mag in den aktuell schwierigen Zeiten ein Erfolgsfaktor sein.

19.12.2011: Fritz Nols Global Equity AG - ao Hauptversammlung

Berlin - Der anfangs noch amtierende Aufsichtsrat der Fritz Nols Global Equity AG ließ sich entschuldigen, so wurde ein RA für die Versammlungsleitung von Vorstand Klein vorgeschlagen und auch gewählt. Erkennbar war diesem nicht viel Zeit zur Vorbereitung geblieben. Der Bericht des Vorstands befasste sich erklärtermaßen vor allem mit der Zukunft der Gesellschaft. Er erläuterte die vorgesehene Beteiligungsstruktur und die Geschäftsfelder, für die neben ihm der designierte Vorstand Markus Böhm verantwortlich zeichnen soll. Die Da Vinci Strategie zum Intraday-Arbitragehandel, die Anomalien und Ineffizienzen in den globalen Märkten als maschinenlesbaren Code nutzt, war für den ICG am verständlichsten dargestellt. Die Smart-Kaution, die Vermögensverwaltung und der teilweise physisch mit dem Edelmetall zu hinterlegende "Goldfranke" als neue hybride Anlageklasse ließen jedoch noch Fragen offen; diese sollen in einer Investorenkonferenz gleich Anfang 2012 thematisiert werden. Für den ICG stellte Frau Rechtsanwältin Kostinek zahlreiche Fragen angesichts der für ein börsennotiertes Unternehmen überaus verhaltenen Informationsdichte im Vorfeld. Ob die fehlenden Jahresabschlüsse 2007-2010 nicht die Eintragung der für die HV anstehenden Beschlüsse zu Kapitalmaßnahmen und Satzung hindern könnten, war dabei eine Hauptsorge des ICG. Die Abschlüsse seien fertig , aber der beauftragte Wirtschaftsprüfer sei noch nicht fertig geworden mit Prüfung und Testat, erklärte Herr Klein und kündigte gleichzeitig an, dass es in Kürze eine Einladung zu einer ordentlichen Hauptversammlung geben werden, sobald dies der Fall sei. Dies mag am Ende der Grund dafür gewesen sein, dass alle zur Abstimmung gestellten Beschlussanträge 100%ige Zustimmung fanden.

13.12.2011: Wolfgang Steubing AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Die Steubing AG zahlt für das letzte Geschäftsjahr mit 0,60€ doppelt so viel Dividende wie im Vorjahr. Gerade in Zeiten schwerer See habe sich gezeigt, dass man gut aufgestellt und auf die Veränderungen des Marktes erfolgreich reagiert habe, berichteten die Organe. Die traditionell eher ungewohnten Aktionärsfragen des ICG betrafen u.a. die gute Performance aber auch die vermisste Transparenz des Vergütungssystems; hier sieht die Gesellschaft mangels Börsennotierung bedauerlicherweise keinen Handlungsbedarf. Während der Hauptversammlung gab es einen nicht in der Tagesordnung angekündigten, jedoch sehr erfreulichen Punkt, die Verleihung der höchsten Senckenberg-Auszeichnung an Wolfgang Steubing, den Spender der nach ihm benannten Halle für Sonderausstellungen. Mitte kommenden Jahres feiert die Wolfgang Steubing AG 25jähriges Jubiläum.

05.12.2011: Mediasource AG - außerordentliche Hauptversammlung

Düsseldorf - Die von Herrn Scheunert als Aktionär auf der bereits zweiten ao HV der Gesellschaft in 2011 gestellten Beschlussanträge fanden über 95% Zustimmung der Aktionäre. Dem ICG war aufgefallen, dass der auf der TO unter TOP 6 stehende Beschlussvorschlag zu AR-Wahlen nicht gestellt worden war, ob er sich durch die Beschlussfassung der letzten ao HV erledigt hätte. Es wäre ja dann eine Art Bestätigungsbeschluss hinsichtlich der bereits gewählten Ersatzmitglieder, trug Frau Kostinek für den ICG vor. Versammlungsleiter Eck erläuterte, es sei insoweit keine erneute Abstimmung vorgesehen. Da es sich um eine ao HV mit begrenzten Informationspflichten handelte, hatte der ICG aus dem Mox-Abschluss und HV-Präsentation sowie eigener Berichterstattung eine kleine Dokumentation zu Mox und den einzubringenden Gesellschaften zusammengestellt, die allen Aktionären auf der HV zur Einsicht zur Verfügung standen. Die wesentlichen Inhalte trug Frau Kostinek in ihrer Rede vor. Darin ging der ICG auch auf die Vorteile einer Besteuerung in Dubai zu 0% und der gemäß gerade verlängertem Doppelbesteuerungsabkommen minimalen Besteuerung in Deutschland ein. Noch-Vorstand Scheunert beantwortete ausführlich alle Fragen und Nachfragen, auch zu den Steuermodellen VAE und Vietnam, dass er eine Ausschüttungsquote von 95% und darüber erwarte. Bereits in 2012 werde positiver cash-flow erwartet. Während bei Groupon Verluste eingebracht worden seien und Groupon pro Neukunde ca. 23US$ aufzuwenden habe, stehe der zukünftigen Mox Deals AG der 17 Millionen Mox-Kundenstamm zur Verfügung, und dieser wachse stetig. Auch die Marke Mox darf nach der Einbringung genutzt werden, für alle online- und offline-deals. Als kleinen Ausgleich für die nachfolgende Verwässerung erhielten die Altaktionäre in einer ersten Kapitalerhöhung um 600 T€ das 1:1 Bezugsrecht zum Preis von 1€. Die Abwicklung erfolge über die Conmitbank in München. Ausführlich wurden die Einbringungsgegenstände, die Umsatz- und Ergebnisplanung durch den Vorstand in der Antwortrunde dargelegt. Die sog. "Fokussierung auf ethnische Zielgruppen" und die "Cross-Border Deals als Erweiterung" sind nur zwei der Alleinstellungsmerkmale von Mox Deals, die der ICG für besonders wichtig hält. Konnten also z.B. in Dubai arbeitende Familienväter bisher über die Mox-Karte mit Zahlungsfunktion über die Zweitkarte dem Ehepartner in Vietnam in Minutenschnelle den Lohn zur Verfügung stellen, können sie zukünftig über Moxdeals zu Schnäppchenpreisen der Familie im Heimatland Geschenke z.B. in Form eines Essens oder Ausflugs unkompliziert auf dem gleichen Weg übermitteln. Der in der Gesellschaft Mox Deals AG abgebildetete Umsatz zeigt dabei – anders als bei anderen Couponanbietern - nur die Marge, die Provision. Auf ICG-Frage kündigte Scheunert an, Dr. Schamel sei als neuer Vorstandsvorsitzender und Herr Zwingmann als dessen Stellvertreter bei Mox Deal vorgesehen. Da kein Widerspruch zu Protokoll gegeben wurde, steht als nächstes die zeitnahe Eintragung der HV-Beschlüsse zu erwarten.

01.12.2011: Sektkellerei Schloß Wachenheim AG - Hauptversammlung

Neustadt a. d. Weinstraße - Kosten wurden gesenkt, Verkaufspreise gehalten, Umsatz gesteigert und erfolgreich diversifizert. Da kommt man gut durch die Welt von Sekt und Wein, stellten die Aktionäre auf der diesjährigen Hauptversammlung von Sektkellerei Schloss Wachenheim AG SSW fest. Lob gab es dafür allenthalben. Allerthal stellt einen Gegenantrag, wollte 40ct Dividende. Aber es blieb bei einer Verdoppelung der letztjährigen Dividende auf 20ct. Gelangt hätte es leicht bei 1,16€, die per share erzielt worden waren, aber das Unternehmen möchte weiter investieren und die Bankverbindlichkeiten nicht größer, sondern kleiner werden lassen. Der ICG fragte durch Frau Kostinek nach eventuellen Risiken aus Derivaten. In der Tat hat man im laufenden Geschäftsjahr polnische Währungsrisiken abgesichert.

17.11.2011: Vestcorp AG - außerordentliche Hauptversammlung

Düsseldorf - Die ao HV, zu der die Vestcorp AG für den 17.11.11 nach Düsseldorf eingeladen hatte, war vom Aktionär Leschke verlangt worden. Der von ihm initiierte Beschlussantrag sah die Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln mit anschließender ordentlicher Kapitalherabsetzung zur teilweisen Rückzahlung des Grundkapitals und zwar in Höhe von 0,87€ je Aktie vor. Dieser Vorschlag fand die ungeteilte und ausführlich begründete Zustimmung des ICG. Der Aktionär Joy hatte die Ergänzung der Tagesordnung um die Beschlussfassung über die sofortige Auflösung der Gesellschaft gemäß §262 Abs.1 Nr.2 verlangt und erreicht. Die Gesellschaft hatte sich nach plötzlicher schwerer Erkrankung des Vorstands Goeser entschlossen, die HV gleichwohl durchzuführen und hatte Stunden vor der Versammlung Herrn Eck zum weiteren Vorstand berufen. Herr Eck erklärte, nicht dauerhaft für dieses Amt zur Verfügung zu stehen. Herrn Eck stand für die HV der Entwurf eines Zwischenabschlusses per 30.06.11 und der Ablaufplan von Herrn Goeser zur Verfügung. Es verstand sich daher, dass teilweise die Informationstiefe nicht den Wünschen des Aktionariats entsprechen konnte. Auszugsweise verlas der Vorstand die Zwischenbilanz, wobei er grob rundete. So betragen die zu den Finanzanlagen gehörenden Ausleihungen, laut Mitschrift des ICG, 600 T€ und die Wertpapiere des Anlagevermögens 1,2 MIO € sowie der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten 10 MIO €. Die Steuerrückstellungen waren danach nicht erhöht worden, die Bilanzsumme war auf 29 MIO € gesunken. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Erträge aus Beteiligungen usw. mit 2,1 MIO € angegeben und die Erträge aus Wertpapieren des Umlaufvermögens 150 T€. Für Verkaufsprovisionen seien 1,5 MIO € aufgewandt worden, insgesamt sei ein Verlust angefallen. Nachfragen dazu wurden zurückgewiesen, verständlich mangels Vorbereitungsmöglichkeit. In der Diskussion erklärte der Aktionär Leschke, er halte TOP B für nachteilig, weil dann der Verkaufswert sinke, daher trage er TOP B nicht mit. Frau Kostinek wies auf die "irreführende" Bedeutung des Rechtsbegriffs der "sofortigen Auflösung" hin. Herr Eck griff dies auf und erläuterte die zu erwartende Langwierigkeit des Steuerverfahrens. Liquidiert werden könne erst, wenn kein Gläubiger mehr da sei. An der Abstimmung nahmen 1.163.380 präsente Aktien/Stimmen teil, es gab zusätzlich 7.142.294 Briefwahlstimmen, so die ICG-Mitschrift. Es wurde darauf hingewiesen, dass für die Abstimmung zu TOP B (Liquidationsbeschluss) die Bezugsgröße die Zahl der satzungsgemäß insgesamt stimmberechtigten Aktien, nicht die Summe der präsenten bzw. Briefwahlstimmen sei. Die genaue Verteilung der abgegebenen Stimmen lt. Mitschrift, auf Ja, Nein und Enthaltung können Mitglieder im plaza nachlesen. Am Ende stellte der Versammlungsleiter nach langer Auszählung fest, dass die Beschlussanträge abgelehnt seien. Die Verwaltung hatte sich eigener Vorschläge zur Beschlussfassung enthalten.

31.10.2011: Mediasource AG - außerordentliche Hauptversammlung

Düsseldorf - Nach 5 Jahren des Wartens fand am 31.10.11 erneut eine Hauptversammlung der Mediasource AG statt, in der die Jahresabschlüsse und Entlastungen der letzten Jahre aufbereitet wurden, so dass der Mantel nun für die Verwandlung in die Mox Deals AG bereit und hübsch gemacht ist.
Formell musste dies im Wege einer außerordentlichen Hauptversammlung erfolgen, da der Aufsichtsrat nicht beschlussfähig gewesen war, erläuterte Vorstand Scheunert. Dies regelte die Hauptsammlung nun durch Neuwahlen zum AR. Gleichzeitig wurde von der satzungsmäßigen Möglichkeit Gebrauch gemacht, Ersatzmitglieder zu wählen. Diese Ersatzmitglieder sind exakt die AR-Kandidaten für die nächste ao HV , zu der bereits per 05.12.2011 eingeladen ist. Ob die in jener Einladung erwähnten Rücktritterklärungen der am 31.10.11 gewählten AR-Mitglieder nicht bedingungsfeindlich seien, wollte Frau Kostinek für den ICG wissen. Eine Change of Control-Regelung ließe dies ohne weiteres zu, legte ARV Eck dar. Auf Nachfrage, ob Abfindungen beim Ziehen der Kontrollwechselklausel vereinbart seien, fügte er scherzhaft hinzu, dass dies leider nicht der Fall sei. Scheuert erläuterte in seinem Bericht den Weg zur Mantelverwendung. Der Freefloat der Gesellschaft sei gegenüber anderen Mänteln besonders interessant gewesen für eine Bewertung. Er zeigte sich sehr zuversichtlich für den unmittelbar bevorstehenden Börsengang des Marktführers Groupon und die Chancen für Mox Deals in einem sehr jungen, erfolgversprechenden und noch nicht verteilten Markt. Mox Deals werde dann erst das 2. Coupon-Unternehmen überhaupt sein, dessen Aktien an der Börse gehandelt werden.

27.10.2011: MAGNAT Real Estate AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Am 27. Oktober 2011 stand auch die vertagte Entlastung der ehemaligen persönlich haftenden Gesellschafterin für das Geschäftsjahr 2009/2010 auf der Tagesordnung - das Management hatte sich entschlossen, die Entlastung vorzuschlagen. Dem Verwaltungsvotum schloss sich die Hauptversammlung am Ende in allen Punkten, so auch diesem, an. Die Auseinandersetzung mit den möglichen Ursachen des enormen Abschlags des Aktienkurses auf den NAV nahm wiederum breiten Raum ein. Dessen Stabilisierung stehe derzeit im Vordergrund, hieß es. Die Umsetzung des Verwertungsprogramms solle finanzielle Spielräume schaffen, so das Bestreben des Unternehmens. Nur über das Verwertungsprogramm könne die Vertrauenskrise beseitigt und im zweiten Schritt der NAV an gehoben werden. Im Rahmen der Dienstleistungen, die zukünftig in großem Umfang für Dritte erbracht werden sollen, finden sich auch Bauträgermodelle in Österreich, einer nach Meinung der ICG-Vorsitzenden und Sachverständigen Rechtsanwältin Kostinek ausgesprochenen Stärke des Unternehmens MAGNAT Real Estate AG. Projekte seien jedoch nicht vorgesehen. Ob es richtig sei, dass die Altira auf ihrer Hauptversammlung erklärt habe, sich von ihren Magnat-Anteilen trennen zu wollen, interessierte den ICG zuletzt; der im AR sitzende Altira-Justiziar Schütze bestätigte dies grundsätzlich, ohne den Zeitrahmen zu konkretisieren.

23.09.2011: Mox Telecom AG - Hauptversammlung

Ratingen - Hatte die Gesellschaft in 2010 74 ct/share verdient, waren es im ersten Halbjahr 2011 schon 60ct, also könnten aufs Jahr 2011 bezogen 1€ - 1,20€ herauskommen, so der Eindruck des ICG, der erneut durch Frau Kostinek vertreten war. Und - auf Nachfrage - erklärte die Gesellschaft, man plane zukünftig eine Dividende in Höhe von 30% des Jahresüberschusses aus dem Bilanzgewinn auszuschütten. Die Patronatserklärung für die verkaufte irische Tochter sei nun erledigt, erfragte der ICG. Auch die letzten noch offenen Irland-Forderungen mit 2,9 MIO € erwarte man noch im September 2011, dann sei auch dieses Thema erledigt. In Asien hat man bewusst Vietnam den Vorzug vor anderen Ländern gegeben und sich dort an einem lokalen Betreiber mit Lizenz und gewinnträchtigen Call-by-call-Vorwahlen zu 49% beteiligt. Das sei das Maximum des rechtlich Zulässigen. Mox Arabia sei dank des Steuersatzes 0 und hervorragender Expansionsmöglichkeiten der mit Abstand größte Gewinnbringer und so wunderte es nicht, dass einzelne Aktionäre die Ausweitung des Arabiengeschäftes forderten.

31.08.2011: Rücker Immobilien AG - Hauptversammlung

Remscheid - Die ordentliche Hauptversammlung der Rücker Immobilien AG fand am Nachmittag des 31. August 2011 in Remscheid statt. Der Webersaal im Kulturzentrum war fast bis auf den letzten Platz mit fachkundigen Aktionären gefüllt. Die HV dauerte ganze 44 Minuten, dann waren alle Beschlüsse einstimmig und ohne Enthaltungen gefasst. Der Vorstand Herr Rücker hatte den Jahresabschluss und das Geschäftsmodell zuvor sehr anschaulich vorgestellt. Man sei sehr zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2010, erklärte er. Unverändert sei die Gesellschaft nicht bereit, Neugeschäft zu tätigen, wenn es ertragslos sei.
Hinweis: Marion Kostinek, Vorstand des ICG, ist stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Rücker Immobilien AG

18.08.2011: Cybits Holding AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Das Ergebnis/share der Cybits Holding AG für 2009 hatte man im Hinblick auf das BilMoG korrigieren müssen, sagte Vorstand Pattberg. Im Berichtsjahr seien wie im Vorjahr -0,17€/share erwirtschaftet worden. Er bedankte sich für den ICG-Hinweis, dass diese Angabe unter der KonzernGuV fehlte, er werde es der Druckerei abziehen, auf der HP sei es korrekt. Die Allerthal AG (V Schneider) schloss sich den ICG-Beanstandungen zu wiederholten Falschbezeichnungen Einzelabschluss/Konzernabschluss an. Nicht ohne Stolz berichtete der Vorstand darüber, dass die Cybits als einziges (!) Unternehmen die "Zulassung" für die "zustellsichere" Identifikation vorweisen könne.
Der ICG fragte nach mobilen Bezahlsystemen per Handy unter Verweis auf das Google-Motorola-Geschäft. Mit mehreren Handynetzanbietern, vor allem aber mit einem sei man im Gespräch, ließ sich Pattberg entlocken. Erneut wies der ICG durch Frau Kostinek auf den nicht satzungsgemäßen Sitz der Unterstützungskasse hin. Dies wird - nach der Sitzverlegung der Gesellschaft nach Wiesbaden - in Angriff genommen, wurde versprochen. Der NAV sei - nach im Vorjahr angegebenen 70ct/share nun auf 61ct/share für 2010 gesunken. Der Aktienkurs habe sich jedoch positiv in die richtige Richtung weiterentwickelt. Nach Meinung Pattbergs ist immer noch eine Unterbewertung gegeben.

12.08.2011: AG für Steinindustrie - Hauptversammlung

Neuwied - Dank des neuen Mehrheitsaktionärs hat die AG für Steinindustrie die existenzielle Liquiditätsenge von Ende 2009  gemeistert. Die Gesellschaft sei nun auf gutem Weg, wie auch das positive Ergebnis zeige, konnte Vorstand Pitzen berichten. Man habe nun gute Geschäftsbeziehungen zu Kreditinstituten und entsprechende Linien. Ständig führe man Kredite nach Möglichkeit zurück. Auch die Rohstoffsicherung sei im Lot, dies ist für die 90 Jahre gewordene Gesellschaft ebenso existenziell, erklärte Vorstand Pitzen. Auf Frage des ICG erklärte Pitzen, dass Anteile an Beteiligungen nicht verpfändet seien. Auch müsse er klarstellen, Forderungen aus Lieferung und Leistung seien nicht per Globalzession an die Banken als Sicherheit gegeben. Eine Kapitalerhöhung sei nicht angedacht. Leider waren drängende aktienrechtliche Themen wiederum angesichts der Fülle an operativen Themen schlicht liegen geblieben, wie Frau Kostinek ausführlich darlegte. Dies versprach der Vorstand unmittelbar anzugehen und übermittelte dem ICG inzwischen einen entsprechenden Nachweis.

10.08.2011: Youniq AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Ob 2010 ein gutes Jahr für die Youniq AG war, fragte der ICG. Nur durch ein ordentliches Plündern der Kapitalrücklage sei das 0-Ergebnis zustande gekommen. Vor dieser Maßnahme sei nach einem Verlust von 7 MIO € in 2009 immer noch ein Verlust von 4,7 MIO € aufgelaufen. Aber man hatte das Ergebnis immerhin um 2,3 MIO € verbessert und so waren im Konzern 70 ct/share nach 21 ct/share verdient worden. CFO Dr. Crommen hatte gute Neuigkeiten aus 2011. Der Großaktionär hatte auf 32 MIO € Darlehen verzichtet, und dies Geld sei in die freie Kapitalrücklage gegangen! Das Eigenkapital wird gestärkt und zukünftige Zinsen von ca. 800 T€/p.a. gespart. Das seien in der Tat gute Neuigkeiten, meinte ICG-Vorsitzende Marion Kostinek, auch dass zur Jahresmitte der NAV auf 10,60€ gestiegen sei, wie Crommen berichten konnte. Freie Liquidität wolle man jedoch nicht zum Erwerb eigener Aktien einsetzen, sondern weiter in den Wachstumsmarkt Studentisches Wohnen investieren. Die Gewinnnabführungs- und Beherrschungsverträge, die auf der TO standen, sollen, wo dies möglich wird, nach Fassung der entsprechenden Beschlüsse der zu beherrschenden Gesellschaften, zur Nutzung steuerlicher Verluste eingesetzt werden, ein Konzept, das nach Meinung des ICG überzeugte.

08.08.2011: Nanostart AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Der ICG hatte im Vorfeld der HV der Nanostart AG feststellt, dass die auf der Tagesordnung stehende korrigierende Satzungsänderung zur AR-Vergütung nur einen der Fehler beseitigte, nicht aber eine widersprüchliche Fälligkeitsregelung. Die Gesellschaft griff die textliche Anregung des ICG gerne auf, änderte den Beschlussvorschlag der Verwaltung dementsprechend, und so fand der ICG-Vorschlag leicht die erforderliche Mehrheit. Alleinvorstand Marco Beckmann merkte man an, wie überzeugt er von den Venture Capital Engagements der Gesellschaft ist. Der Gewinn war um 106% gestiegen gegenüber Vorjahr, das Eigenkapital liegt klar über 90%, der interne erwirtschaftete Zinssatz liegt laut Beckmann bei 44%, das freut den Anleger, konstatierte Frau Kostinek, die den ICG vertrat. Dennoch ist der Kurs nicht so, wie man es sich wünschen würde, und auch die Transparenz im Geschäftsbericht und die Informationen auf der HP lassen zahlreiche Wünsche übrig. Der Vorstand versprach u.a. den Due-Diligence-Prozess bis zum Eingehen eines Neuengagement auf die HP zu stellen, dies war eine Frage des ICG gewesen, die der Vorstand aus dem Stand umfangreich beantworten konnte. Die Präsentationen u.a. zur Filtertechnik für Brunnen in Saudi-Arabien stießen im Aktionariat ebenso auf Anerkennung wie der Einsatz von Nanotechnologie in der Krebsheilung.

03.08.2011: InCity Immobilien AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Die HV der InCity Immobilien AG zeigte ein Unternehmen im Umbruch. Man hatte bereits durch Austausch der Organe eine völlig neue Führung geschaffen, die AR-Wahlen brachten nun wiederum Neuerungen. Das risikobehafte Bauträgergeschäft findet nun ausgelagert in Projektgesellschaften statt. Die vorgestellten Projekte in Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg-Blankenese dürften dem aussichtsreichen Premium-Segment angehören, die berichteten Vorverkaufszahlen sprachen für sich. Es erscheint vor diesem Hintergrund nicht unrealistisch, dass die Gesellschaft es wie angedeutet schafft, für das Geschäftsjahr 2013 Dividende auszuschütten. Man werde aber keinesfalls Substanz ausschütten, erklärte der Vorstand, dem Solidität wichtig zu sein schien.
Der ICG erfragte durch Frau Rechtsanwältin Kostinek die Einzelheiten der AR-Vergütung und erfuhr, dass der AR für den Konzernabschluss 2009 bei einem Gewinn/share von über 1,50€ eine variable Vergütung erhalten habe. Dann aber hatte man gemäß Vorstandsbericht in 2010 neu gerechnet und kam für 2009 nicht zu Gewinn/share, sondern zu einem deutlichen Verlust/share. So drängte sich für den ICG die Frage auf, ob da nicht Geld an den AR zu Unrecht geflossen sei und ob und wann es zurück fließe. Der Vorstand erläuterte, dass der alte Abschluss 2009 immer noch in alter Form bestehe, festgestellt sei und das unwiderrufene Testat trage. Man sei jedoch in der internen Diskussion, war weiter zu erfahren.
Dem ICG war aufgefallen, dass die Gesellschaft als nicht börsennotierte Gesellschaft den Corporate Governance Kodex zwar rechtens negiert, dass das aber bei Investoren, Aktionären und Banken erfahrungsgemäß nicht gut ankomme. Man sollte es baldmöglichst ändern, regte der ICG daher - nicht als einziger Aktionärsvertreter - an.

21.07.2011: GSC Holding AG

Düsseldorf - Die Gesellschaft, die die GSC Portfolio AG so erfolgreich in 2010 beraten hatte, dass erstmals eine Performance-Fee verdient worden war, hat dennoch ihre Ziele insgesamt verfehlt, musste Vorstand Schrade berichten, "man sei kurz vor der Wand stehen geblieben". Das Eigenkapital im Konzern wurde mit mageren ca. 6 TEUR angegeben. An der Kostenschraube hatte man kräftig gedreht und die auf der HV präsentierten Halbjahreszahlen 2011 waren knapp schwarz. Die Fonds-Ambitionen waren ohne Schaden wieder beendet worden, wertvolle Arbeitskraft hatten sie gleichwohl gekostet.
Eine Formulierung in der Tagesordnung ließ die Nöte der Gesellschaft erahnen, nach der fristlosen Amtsniederlegung Geigers keinen beschlussfähigen AR zu haben, so der Eindruck des ICG, der durch Frau Kostinek vertreten war. Dennoch befürwortete der ICG die Entscheidung der Gesellschaft, nicht den Übergangsweg einer gerichtlichen Bestellung zu wählen, der wieder nur Geld gekostet hätte, sondern gleich die Aktionäre auf der HV ein neues AR-Mitglied wählen zu lassen, denen diese Entscheidung aktienrechtlich primär auch zugewiesen sei.
Ein Sonderprüfungsantrag des Aktionärs Klein konnte durch die Zusage einer eigenen Prüfung zunächst abgewendet werden, hier scheint es um Geldeinsammeln und Rückzahlungen zu gehen, ohne formal in korrekter Schriftform vorliegenden Gremienbeschluss. Die Entlastungsbeschlüsse wurden vor diesem Hintergrund auf Antrag von Klein weitgehend vertagt.

21.07.2011: GSC Portfolio AG

Düsseldorf - Die GSC Portfolio AG hat in 2010 Gas gegeben. Der NAV, im Januar noch bei 8,78€/Aktie, kletterte zum Jahresende auf stolze 10,60€, so dass auch der Ausgabekurs von 10€ in 2007 überschritten wurde. Dies löste bei der beratenden GSC Holding AG erstmals gemäß Rahmenvertrag eine Performance-Fee aus, den die Portfolio AG jedoch fristgemäß per 30.6.2012 gekündigt hat.
Die Weiterentwicklung der stillen Reserven interessierte den ICG, vertreten durch Frau Kostinek, zumal Nachbesserungsrechte nur mit Erinnerungswert von 1€ bilanziert werden. Waren diese auf der HV 2009 mit 470.000€ angegeben worden, so seien es nun 780.000€ konnte Alleinvorstand Langhorst berichten, der im Übrigen auch zukünftig das Eigenkapital weiter stärken möchte, bevor es zu einer Dividendenausschüttung kommen könne. Auf Nachfrage war zu erfahren, dass Herr Langhorst quasi Leiharbeiter der Holding sei und keine Vorstandsbezüge erhält. Die AR-Vergütung, die auf der TO stand, hatte nach Meinung des ICG eher symbolische Bedeutung und stelle somit einen Beitrag des AR zur Unternehmensstärkung dar. Dennoch sei im Beschlussvorschlag die Ergänzung des zeitlichen Bezugszeitraums "p.a." erforderlich, um wegen der Veränderungen bei Zusammensetzung und Funktionen in 2010 nicht ungewollte Zahlungen/Doppelzahlungen zu beschließen. ARV Küfner bedankte sich für den Hinweis und griff ihn gerne bei den Beschlussvorschlägen zu den AR-Bezügen und der Satzungsänderung auf.

15.07.2011: Mistral Media AG - Neues Aufsichtsratsmitglied

Köln - Mit Beschluss vom 13.07. 2011 hat das Amtsgericht Köln Herrn Dipl.-Volkswirt Heinz Matthies, Wien, anstelle des ausgeschiedenen AR-Mitgliedes Allhenn zum Mitglied des Aufsichtsrats der Mistral Media AG bestellt. Die Deutsche Balaton AG, Heidelberg, hatte den Vorschlag unterstützt und keiner der anderen Beteiligten, darunter der ICG, hatte Einwände erhoben. Matthies, der in Mannheim studiert hat, gilt als ein in Deutschland und Österreich/Ungarn profilierter Banker mit Wertpapierexpertise und Unternehmer. Wir wünschen ihm viel Erfolg für sein neues Amt.

05.07.2011: DIC Asset AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Die DIC Asset AG hatte einige bemerkenswerte Leistungen vorzuweisen. Gleich 3 langfristige Vermietungen an Galeria Kaufhof waren gelungen und zwar ohne die Gewährung von mietfreien Zeiten in der Einstiegsphase, mit Staffelmieten und Verlängerungsoption für die Mieter, erfuhr Frau Kostinek, die für den ICG als Immobilienexpertin an der Hauptversammlung teilnahm. Die Gesellschaft konnte im JA 2010 eine für ein Immobilienunternehmen hohe Eigenkapitalquote ausweisen, meinte die Anlegerschützerin. Der Verkauf des Frankfurter Maintor-Projektes in frühem Stadium mag auch der ausgesuchten City-Lage geschuldet sein, hieß es nach der Präsentation. Der Vorstand bestätigte angesichts des Q 1 alle Planaussagen noch mal ausdrücklich in der HV.

29.06.2011: Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA - Hauptversammlung

Frankfurt - Kritische Aktionärsfragen überwogen in der ca. 8 Stunden dauernden Hauptversammlung der Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA. Frau Rechtsanwältin Kostinek (ICG) zitierte verschiedene Passagen aus dem Mai-Artikel des Capital mit der Überschrift "Glänzende Geschäfte". Sie bat um Stellungnahme u.a. zu den geschilderten Gebühren- und Abrechnungsmodellen sowie der Aussage, "schlechte Managementleistungen bei gleichzeitig mieser Performance finden sich an allen Ecken und Enden des ABL-Konzerns". Weder die Gesellschaft selbst noch Einzelpersonen hatten, nach Auskunft des blass wirkenden Vorstandsvorsitzenden Andreas Lange, juristische Schritte gegen Aussagen des Artikels angestrengt. Die Gebühren hielten einem Vergleich stand, behauptete Lange. Weiter verneinte er die Frage eines Aktionärs, ob man "Leichen im Keller habe". Es bestehe eine D&O Versicherung, war zu erfahren, man habe jedoch keine Schadensmeldungen im Hinblick auf den zum 03.12.10 abberufenen Geschäftsführer Flore getätigt. Herr Dr. Posner stellte zunächst zwei Sonderprüfungsanträge für laut Eintrittskarte im Fremdbesitz befindliche Aktien, die mit der Begründung fehlender Stimmrechtsmeldungen (Überschreitung von 5%) nicht zugelassen wurden. Das wurde unter Bezug auf ausliegende Stimmrechtsmeldungen erfolglos gerügt. Frau Kostinek stellte sodann die entsprechenden Sonderprüfungsanträge für die von ihr vertretene Stimmkarte, über die - mit inhaltlicher Kürzung eines Antrags - auch abgestimmt wurde. Die Ablehnung der Sonderprüfungsanträge überraschte kaum, sie war wohl von allen Teilnehmern erwartet worden. Durch diesen Ablehnungsbeschluss ermöglicht wurde jedoch u.U. die gerichtliche Bestellung eines Sonderprüfers und so könnte die von vielen gewünschte Transparenz noch erreicht werden.

28.06.2011: ZhongDe Waste Technology AG - Hauptversammlung

Frankfurt - "Deutsche Technologie zu chinesischem Preis", das Firmenmotto, komme bei den chinesischen Kunden ganz hervorragend an, bestätigte Vorstandsvorsitzender Chen dem ICG. Ihm selbst gehören 50,8% an der Gesellschaft. Obwohl auch ein vollständiger Vortrag des Bilanzgewinns gut vertretbar gewesen wäre, sei es vor allem seinem Votum zu verdanken, dass die Kleinaktionäre am Ergebnis mit einer Dividende von 15ct partizipieren sollen, berichtete ARV Zwarg. War in 2010 nur ein einziger Projektauftrag hinzugekommen, so sei einerseits ein ordentliches Auftragspolster vorhanden, andererseits scheinen seit Anfang 2011 die Weichen auch durch politische Aussagen in eine chancenreiche Zukunft gestellt, so der Eindruck. Mit der Bevölkerung wachse der gesammelte Hausmüll und der Strombedarf, so dass Strom aus Hausmüll über die von ZhongDe Waste Technology projektierten und gebauten Anlagen Nachhaltigkeit erwarten lasse. Mit dem neuen in Singapur erfahrenen AR-Mitglied sei der Weg in die Internationalisierung vorgezeichnet.

24.06.2011: PEH Wertpapier AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Nach aktionärsseitig durchgebrachten Ergänzungen standen neben den Standards mehrere umfangreiche Sonderprüfungsanträge, die Ab- und die Neuwahl aller AR-Mitglieder und der Vertrauensentzug gegen den Vorstand der PEH Wertpapier AG auf der 14-Punkte-Tagesordnung. Das sei kein 'casual friday', meinte die erste Rednerin, Frau Kostinek (ICG). Dennoch sah der neutrale ICG in den Sonderprüfungsfragen nichts Ehrenrühriges, sondern die Chance auf Transparenz und Klarstellungen des Unternehmens, für die es eigentlich keine teuren Prüfungen brauche. Dem stimmten letztendlich auch die Antragsteller zu, ebenso wie der Gesellschaft. Nach einer Reihe fast ausschließlich sachlicher, wenn auch kontroverser Wortbeiträge und zahlloser Unterbrechungen der Versammlung fanden die Kontrahenten den Weg zueinander. Und so legte am Ende des Tages ein sich dazu unbotmäßig gedrängt fühlender Dr. Kirschner sein Amt fristlos nieder und verließ den Saal. Auf einvernehmlichen Gegenantrag durch Frau Steeg wurde der mit 71 Jahren wohl älteste Redner, der Venture Capital Investor und Ex-PEH-AR Falk Strascheg, vorgeschlagen und bis zum Ende der HV 2012 gewählt. Herr Strascheg soll, wie man hörte, 7% an der PEH halten. Mit diesem neuen Kandidaten war auch nach Einschätzung des ICG ein vernünftiger Kompromiss gefunden. Die Entlastungen wurden vertagt und die sonstigen gestellten Anträge zurückgezogen. Dann wurde nur noch über die Gewinnverwendung/Dividende und die WP-Bestellung gemäß Verwaltungsvorschlag zustimmend beschlossen. Die Sorge um die wichtige PEH-Beteiligung Axxion, die Swen Lorenz, Herr Knoesel und Frau Steeg ausführlich dargelegt hatten, haben die Organe verinnerlicht, so der Eindruck des ICG. Die Fragen der Sonderprüfungsanträge werden nun - so der Beschluss des neu zusammengesetzten AR - durch die Gesellschaft ggfs. mit WP-Unterstützung binnen 6 Monaten ab HV beantwortet.

22.06.2011: Mainova AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Für Aktionäre und Stromkunden der Mainova AG war 2010 ein gutes Jahr, meinte der ICG. Bei nachhaltigen Investitionen in erneuerbare Energien lag die Gesellschaft erneut weit vorn. Die Energiewende hatte zwar auch die Mainova überrascht, kommt aber der Ausrichtung der Gesellschaft deutlich entgegen. Die im letzten Jahr durch Frau Kostinek als ICG-Vertreterin angesprochene Stärkung des NAV war im Berichtsjahr erfreulich vorangekommen, hatte sich das verwässerte und unverwässerte Ergebnis/share nach 12,97€ in 2009 auf über 27,59€ mehr als verdoppelt. Zahlreiche Auszeichnungen hatte das Unternehmen in 2010 erhalten, u.a. die von n-tv als bester Stromanbieter 2010. Beim deutlich gestiegenen Wasserverkauf hatte Mainova von der wachsenden Bevölkerung Frankfurts und Neubauten z.B. im Bereich des Riedberg profitiert. Es handelte sich also nicht um Einmaleffekte im Zusammenhang mit einem Kartellverfahren, wie der ICG vermutet hatte, sondern um dauerhafte Nachfrage. Die Neufassung der Satzung hatte zwar einige der letztjährigen Anregungen des ICG aufgegriffen, dennoch wünscht sich der ICG z.B. auch unter Berücksichtigung der aktuellen aktienrechtlichen Diskussionen eine Optimierung, die der zukunftsgerichteten und beispielgebenden Positionierung der Mainova als Versorger entspricht. Zuversichtlich ist man hinsichtlich des laufenden Spruchverfahrens. Ein gerichtlicher Vergleichsvorschlag sei von beiden Seiten abgelehnt worden, war zu erfahren; ggf. wolle man das OLG Frankfurt in Kenntnis dessen bisheriger Rechtsprechung anrufen.

31.05.2011: Deutsche Wohnen AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Der ICG hinterfragte durch seine Vorsitzende, die Immobilienexpertin Marion Kostinek, warum man Dividende zahle, obwohl dies erst durch Auflösung von ca. 85 MIO € aus der Kapitalrücklage möglich geworden sei. Möglicherweise sei die "Mitgift" der Kapitalrücklage bereits auch zu diesem Zweck erfolgt, war vage vom Finanzvorstand Ulrich zu hören, auch Eigenkapital sei genügend vorhanden. Der zu beschließende Gewinnabführungsvertrag sei eher ein Verlustausgleichsvertrag, wertete der ICG. Dennoch überzeugte die Begründung im Hinblick auf wertvolle dort gehaltene Anteile am DB Fonds 14. Der ICG stimmte zu, dass das Unternehmen Deutsche Wohnen AG besser da stehe als vor 3 Jahren, man habe auf die richtigen Märkte gesetzt, so den Wachstumsmarkt Berlin und den traditionell guten Frankfurter Wohnraummarkt, so dass das Unternehmen auf gutem Weg erscheint.

30.05.2011: ABAG Aktienmarkt Beteiligungs AG - Hauptversammlung

Bad Homburg - Der im Februar 2011 zusätzlich berufene Vorstand Kordick der ABAG Aktienmarkt Beteiligungs AG scheint gut zum Anlageprofil des Hauptaktionärs Erster Privater Investmentclub Börsebius Zentral zu passen, in dem sich vornehmlich rund 1.600 Ärzte, Apotheker und in Heilberufen Tätige finden. Vorstand Ingrida Rombach konnte so vom Einstieg in das als besonders chancenreich eingeschätzte Anlagesegment Healthcare und Nahrungsergänzungsstoffe berichten. Insgesamt befinde sich die Gesellschaft noch in der Investitionsphase, was sich in dem planmäßigen Jahresfehlbetrag 2010 von ca. 475 T€ widerspiegele, wurde dem ICG erläutert, der auf der Bad Homburger Hauptversammlung 2011 durch seine Vorstandsvorsitzende Marion Kostinek vertreten war.

27.05.2011: Drillisch AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Zum 8. Mal in Folge konnte der Vorstand der Drillisch AG, in Anwesenheit des Namensgebers Herrn Drillisch, das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte präsentieren. In der Dividende von 50ct nach 30ct im Vorjahr habe man - wie angekündigt - 20ct freenet-Dividende berücksichtigt. Der Bilanzgewinn von 90,6 MIO € hätte für sich genommen durchaus auch eine Dividende von 75ct oder 1€ zugelassen, meinte Frau Rechtsanwältin Kostinek für den ICG. Die Wahl des amtierenden ARV Dr. Schenk in den AR der freenet AG am 30. Juni 2011 und die sehr korrekte angekündigte Niederlegung bei Drillisch wird niemanden überraschen, meinte der ICG. Hätte man angesichts der Wahrscheinlichkeiten nicht bereits auf der heutigen HV einen Ersatzkandidaten zur Wahl durch die HV stellen können? Nun wird man als kostenpflichtige Notlösung zu Gericht gehen müssen, befürchtete der ICG. Geeignete Kandidaten, erst recht Ersatzkandidaten seien sehr schwer zu finden. Die Strategie in Sachen freenet interessierte weiter sehr. Von allen Wettbewerbern scheint man in einem sehr guten Markt primär mit freenet Gemeinsamkeiten, vielleicht ein Stück gemeinsamen Wegs, zu sehen, doch der Vorstand blieb teilweise vage. Der Vorstand sieht die Best Practice im Vergleich zu den Wettbewerbern bei Drillisch und hat zum Beleg dafür beeindruckende Zahlen und Perspektiven zur Hand.

25.05.2011: Deutsche Post AG - Hauptversammlung

Frankfurt - 2010 war für die Deutsche Post AG ein Geschäftsjahr, in dem für die Aktionäre nach 0,36€ nun 2,10€ per share verdient wurde. Aber die Mitarbeiter wurden trotz Umsatzplus von 11,7% um 3,5% abgebaut. Immer wieder wurde Kritik an der Personalpolitik und einem Arbeitnehmervertreter im AR laut. So war die Förderung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen auf allen Ebenen auch ein Anliegen des ICG, unter Hinweis auf die demonstrierten Beschwerden vor der Jahrhunderthalle. Eindeutig profitierte die Deutsche Post vom boomenden Internet-Handel und dem daraus resultierenden Plus beim Paketaufkommen, das auch im laufenden Jahr erfreuliche Zuwächse verspricht.

24.05.2011: IFM Immobilien AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Nach vollständigem Abbau des Verlustvortrags von 8,7 MIO € hat die renommierte Immobiliengesellschaft IFM Immobilien AG die Dividendenfähigkeit erreicht und konnte noch einen Bilanzgewinn von über 200 T€ zeigen. Eine der architektonisch herausragenden Einzelhandelsimmobilien, die Frankfurter Zeilgalerie, wird nach einem Relaunch im laufenden Geschäftsbetrieb im Herbst neu eröffnet werden. Der Vermietungsstand bei angemessenen Konditionen wurde mit derzeit 71% angegeben. Das Eigenkapital der Gesellschaft erscheine mit über 31% für eine deutsche Immobliliengesellschaft hoch, lobte der ICG. Da interessierten die Buchwerte und Kaufpreise der wichtigsten Projekte; es zeigte sich, dass man es verstanden hatte, erstaunlich günstig in sehr guten bis Solitär-Lagen einzukaufen. Gleichzeitig wird sehr konservativ bilanziert. Erst bei Erreichung der von Frau Kostinek als realistisch eingeschätzten Ziele sollen bilanzielle Zuschreibungen auf Grund der Projektwertschöpfung erfolgen. Die ICG-Vorsitzende interessierte, ob der Firmenbestandteil IFM auf das Geschäftsfeld des Infrasstrukturellen Facility Management hinweisen solle, dies sei jedoch nicht beabsichtigt erklärte der Vorstand.

16.05.2011: Vestcorp AG - Hauptversammlung

Aachen - Vorstand Udo Treichel überraschte die Aktionäre der Vestcorp AG mit dem mutigen Eingeständnis des gescheiterten Geschäftsmodells und der bevorstehenden Konsequenz, die Gesellschaft zu liquidieren; der Beschluss solle noch in 2011 im Rahmen einer aoHV gefasst werden. Man wolle die Gesellschaft "nicht zu Tode verwalten". Alle Sparmaßnahmen seien mit der nun zu beschließenden Satzungsänderung ausgeschöpft. Der AR zeigte sich mit dem Ergebnis 2011 zufrieden. Die Erträge aus dem Kerngeschäft Finanzanlagen hatten sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr weit mehr als verdoppelt von 2,2 auf 5,2 MIO €, das seien ca. 236%, rechnete der ICG vor. Die dem gegenüberstehenden Aufwendungen in Summe seien lediglich um ca. 251 T€ oder 6,4% gestiegen. In diesem Zusammenhang wollte Frau Kostinek wissen, wie die Gesellschaft in der Rückschau die Veräußerung der Prophyta- und der Ehlebracht-Beteiligung und das Vorgehen insgesamt bewerte? Mit dem Prophyta-Ergebnis sei man hoch zufrieden. Bei Ehlebracht habe man nach den überraschenden HV-Mehrheitsverhältnissen mit dem Strategiewechsel ebenfalls eine zufriedenstellende Exit-Lösung gefunden; sie hätte allerdings nicht mehr vor dem Bilanzstichtag vollständig eingefahren werden können. Im Vorgriff auf die Aktienrechtsnovelle hatte die Gesellschaft frühzeitig auf Namensaktien umgestellt. Der Gesetzgeber sieht in der Diskussion hier einen Hebel gegen Geldwäsche, führte Frau Kostinek aus. Der ICG ist der Meinung, dass diese Pflicht zur Umstellung auf Namensaktien Freiverkehrswerte unverhältnismäßig mit Kosten belastet. Der ICG hat weiterhin Zweifel an einem nennenswerten Schutzeffekt gegen Geldwäsche. Durch die Umstellung seien einmalige Kosten von 6.000 € entstanden, die laufenden Kosten bezifferte die Gesellschaft auf ca. 3.000 €/pa, war zu erfahren.

12.05.2011: Franconofurt AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Mit einer Dividendenrendite von 12,2% hat sich das Unternehmen Franconofurt AG auf Platz 2 der Renditetabelle katapultiert. Diese Dividendenpolitik möchte man auch zukünftig beibehalten. Durch Beteiligungsverkäufe an TAG-Gesellschaften hatte man 31,8 MIO € eingefahren, ca. 5 Mio über Buchwert, mehr als erwartet. Man hätte auch zum Buchwert an die TAG verkauft. Der ICG sah die Gefahr, dass laut Beschlussvorschlagstext eigene Aktien im Verkaufsfall nur unter Börsenkurs veräußert werden dürfen. Das sei in der Tat nicht gewollt. Wie die seit kurzem gelistete Opera One AG ihre Developer-Vorhaben im Umfeld der Frankfurter Alten Oper finanziere, fragte ICG-Vorsitzende Kostinek. Die AG habe man mit 20 MIO Eigenkapital ausgestattet, Fremdfinanzierungen seien nicht geplant, Leveraging lehne man ab. Anfallende Baukosten würden zügig gezahlt, war weiter zu erfahren, wodurch es kaum zu Rechtsstreitigkeiten käme.

11.05.2011: Shareholder Value Beteiligungen AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Die Shareholder Value Beteiligungen AG hat es geschafft, den Verlustvortrag bis auf knapp 600 T€ auszugleichen. Und so ist die Dividendenfähigkeit in 2011 durchaus ein realistisches Ziel. Dennoch möchte man zukünftige Bilanzgewinne vorzugsweise thesaurieren. Auf der Tagesordnung stand ein neues genehmigtes Kapital; doch, wie es schon anderen passiert ist, war der durch den möglichen Bezugsrechtsausschluss erforderliche Bericht des Vorstands nicht veröffentlicht worden. Nun wollte man ohne den Bezugsrechtsausschluss auskommen. Die ICG-Vorsitzende Frau Rechtsanwältin Kostinek erläuterte zu Beginn ihrer Rede die rechtlichen Hintergründe und regte an, den neuen Beschlussvorschlag ohne Bezugsrechtsausschluss in schriftlicher Form zur Einsicht der Aktionäre auszulegen. Das griff die Gesellschaft gerne auf und bedankte sich für die Hinweise des ICG. Über die Börse hatte sich der in der HV gewählte Kandidat Dr. Fink aus Bregenz einen ca. 19%igen-Anteil am Unternehmen zusammengekauft, dessen Darstellung der Geschäftsstrategie, Performance und Kostenbewusstsein die erschienenen Aktionäre überzeugte.

06.05.2011: Commerzbank AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Bereits vor der HV der Commerzbank AG erklärte der ICG durch seine Vorsitzende Frau Kostinek in einem Interview mit n-tv, das auszugsweise in den Nachrichten und der "Tele-Börse" gesendet wurde, die klare Ablehnung zu den Kapitalmaßnahmen mit der größten Kapitalerhöhung, die die Bundesrepublik je gesehen hat. 11 Mrd. neue Aktien führen zur völligen Verwässerung. Auf Frage des Aktionärs Freitag erklärte VV Blessing, dass diese Kapitalmaßnahmen nicht überlebensnotwendig, also nicht zwingend seien. Der DSW war in seiner kritischen, aber letztlich zustimmenden Rede davon ausgegangen, dass man keine Wahl habe. Das sah nicht nur der ICG anders. Aktionäre beklagten, dass der Aktienkurs bereits 90% verloren habe und dass mit diesen Kapitalmaßnahmen da nicht Schluss sein könne.
Mit den Kapitalmaßnahmen sind aber nach Meinung des ICG die wesentlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Gehaltsdeckelung für den Vorstand der Commerzbank bei 500.000€ p.a. wegfliegt. Mindestens 750.000€ würden dann daraus und dem Vorstandsvorsitzenden stünde noch ein Vervielfältiger darauf zu, hieß es auf ICG-Frage. Es kübelte Schelte für den Vorstand, auch wenn der per Ergänzungsantrag auf die Tagesordnung gelangte Vertrauensentzug nicht durchging. Vielleicht ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, denn es wurden diverse Widersprüche zu Protokoll erklärt.

05.05.2011: vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste AG - Hauptversammlung

Frankfurt - vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste AG, die sich im Bemühen um Transparenz einen Namen gemacht hat, wurde dem auch in diesem Jahr durch den sehr korrekten Umgang mit Beraterverträgen mit AR-Mitgliedern gerecht.
Gibt es Dividende oder nicht, und was möchte die Gesellschaft denn nun eigentlich, fragten sich viele Aktionäre angesichts unterschiedlicher Beschlussvorschläge von Aufsichtsrat und Vorstand zur Gewinnverwendung. Der AR wollte den Bilanzgewinn vollständig vortragen, der Vorstand eine Dividende von 5 ct/share zahlen und den Rest vortragen. Nur der AR-Beschlussvorschlag kam zur Abstimmung und ging durch. Fragen des ICG, ob es Störungen in der Gesellschaft, ob es Störungen zum Großaktionär gäbe, wurden verneint. Umso mehr überraschte der Widerspruch mehrerer Mitarbeiter der Gesellschaft gegen die beschlossene Gewinnverwendung. Eine weitere Überraschung gab es bei der AR-Wahl, zu der der Gegenvorschlag eines Großaktionärs veröffentlicht worden war. Nachdem der Gegenkandidat sich als ausgewiesener Fachmann vorgestellt hatte, verzichtete der in der Tagesordnung vorgeschlagene AR scheinbar spontan, und die Gesellschaft bedankte sich gleich mit einem Blumenstrauß für seine Arbeit. Die ICG–Vertreterin Frau Kostinek bestand erfolgreich darauf, dass die Gesellschaft sich sodann den Gegenantrag zur AR-Wahl erst zu eigen machte, nachdem er ordnungsgemäß in der HV und zwar in der Antragsform gestellt worden war.

03.05.2011: SGL Carbon SE - Hauptversammlung

Wiesbaden - Wer in SGL Carbon SE investiert, investiert in die Zukunft, das nahm der ICG als Botschaft mit aus dem Bericht des Vorstands. Die geschickten Investitionen in Rohstoffe und Fabriken sollen bereits in 2013 zu free cash flow führen. Die Aktionäre profitieren nach ICG-Meinung derzeit durchaus nicht wenig über den Kurs. Eine Dividendenverteilung nach einem hinreichenden Bilanzgewinn sei vielleicht im nächsten oder übernächsten Jahr erreichbar, hofft die Gesellschaft. Der ICG lobte die clevere Finanzpolitik des Unternehmens. Man holt sich das Geld am liebsten ohne Sicherheiten per Wandelschuldverschreibung. Die ca. 200 MIO € vom letzten Mal seien auch noch vorhanden, so könne man alle Investitionen bequem umsetzen. Im Jahresabschluss war die Rede davon gewesen, dass man für den SAR-Plan den inneren Wert der Aktie zurückgestellt habe. Für den Wertzuwachs würden Rückstellungen gebildet, die per share im HGB-Abschluss 5,06€ betragen, im Konzernabschluss nach IFRS aber 10,87€. Vertragsklauseln schützen selbst bei Anteilsverpfändungen im Rahmen der Vorsorgekredite, ebenso wie das Kernbankensystem, erläuterte der Finanzvorstand auf Nachfrage. Ein Coup scheint der Kauf des Flughafens Lemwerder gewesen zu sein; in den 15 MIO € Kaufpreis seien auch die Flugzeughallen enthalten, die für die Rotorblätter hervorragend geeignet seien.

19.04.2011: PRO DV Software AG - ao Hauptversammlung mit Fortsetzungsbeschluss

Frankfurt - Ein öffentlich-rechtlicher Rahmenvertrag mit dem Bundesamt für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz und dem Bundesinnenministerium, dem sich die Länder - ohne Ausschreibung - anschließen können, bietet der PRO DV Software AG die sichere Grundlage für die Zukunft. Das erforderliche Personal sei unverändert an Bord. Man bewege sich mit den Produkten für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz in einer hoch aktuellen Nische mit Alleinstellungsmerkmal; Rechnungen werden stets pünktlich beglichen. Mit dem einstimmigen Fortsetzungsbeschluss wurde daher ein Neuanfang eingeläutet. Im Q1/2011 habe man eine Umsatzrendite von 5,7% erzielt, ließ sich der Vorstand auf wiederholte Frage von Frau Kostinek, die als ICG-Vertreterin teilnahm, entlocken. Nun suche man einen Partner für die Internationalisierung. Die ICG-Frage, ob man nicht Übernahmekandidat sei, angesichts eines Verlustvortrages von 23-25 MIO € und wohl kartellrechtlicher Unbedenklichkeit, verneinte der Vorstand, so sähe man sich nicht. Der Fortsetzungsbeschluss wurde einstimmig gefasst.

18.04.2011: SCI AG - geplante Kapitalrückzahlung

Die SCI AG beabsichtigt, gemäß HV-Einladung, den Aktionären eine Kapitalrückzahlung von 1,50€ zu gewähren. Für ICG-Mitglieder (im Forum "plaza") wurde das dahinter liegende Modell und besondere Aspekte der Gesellschaft zu den Themen Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, Ausnutzung der besonderen Chancen bei Eigenkapital und Liquidität aus Sicht des ICG in 7 Abschnitten dargestellt.

15.04.2011: Sky Deutschland AG - Hauptversammlung

München - Der ICG war erstmals auf einer Sky-HV durch Stefan Hofmeir vertreten. Uns interessierte folgendes: Die Sky Deutschland AG hatte am 25. Januar 2011 Wandelschuldverschreibungen über 164.600.000€, also ca. 165 Mio € begeben und damit schon fast das gesamte Volumen binnen Jahresfrist ausgeschöpft. Und nun soll in der HV eine neue Genehmigung über gleich 1,5 Mrd. € durchgeboxt werden. Die 1,5 Mrd. € - das erinnerte Hofmeir an die 2,9 Milliarden Mark, mit der sich Murdoch 1999 an der Kirch Pay TV beteiligt hatte, damals war Markus Tellenbach der Geschäftsführer. Heute ist Tellenbach stellvertretender ARV bei Sky. Wie kann der Sky-Aktionär sicher sein, dass hier kein Fass ohne Boden aufgemacht wird? Wie wäre der mögliche Verwässerungseffekt bei kompletter Wandlung dieser 1,5 Mrd. € Schuldverschreibung? Ist die Sky-Aktie dann gar nichts mehr wert, fragte der ICG weiter. Die Antworten erschienen eher ausweichend und kaum aussagekräftig. Eine angemessene Kapitalausstattung wäre wesentlich für den Erfolg des Unternehmens. Der Vorstand müsse in der Lage sein investieren zu können. 1,5 Mrd Euro wäre nur das maximale Volumen. Es ist ja gar nicht gesagt, dass das alles genutzt werden muss. Würden die 1,5 Mrd Euro in Aktien umgewandelt, so würden diese künftig 34% der dann ausgegebenen Aktien widerspiegeln.

08.04.2011: Merck KGaA - Hauptversammlung

Frankfurt - Der Erwerb der Millipore hat sich für die Merck KGaA ausgezahlt. Dem ICG erschien die Dividendenerhöhung um nur 25ct auf 1,25€ aber zu gering und wollte deshalb wissen, was mit dem Geld der Aktionäre passiert sei. 500 MIO € an Millipore-Verbindlichkeiten seien bereits zurückgezahlt worden, war zu erfahren. Gleich 3 neue Geschäftsführungsmitglieder wurden präsentiert, allesamt Männer; sie hätten dem Anforderungsprofil am besten entsprochen, so Kley. Daran zweifelte Frau Kostinek nicht und wollte wissen, ob denn eine Frau an der entscheidenden Formulierung dieses Anforderungsprofils beteiligt gewesen sei - selbstverständlich nicht. Die gegenwärtige allenthalben geführte Diskussion zur Frauenquote sei einer "kurzfristigen Befindlichkeit" zuzuschreiben, meinte Kley und löste damit bei der ICG-Chefin leidenschaftliche Gegenrede aus, an die mehrere Redner, u. a. aus der Kommunalpolitik und dem Juristinnenbund, anknüpften. Ansonsten hatten die Merck-Organe aber aus der knappen Entlastungsentscheidung des Vorjahres gelernt und die Hausaufgaben gemacht. Der ICG lobte den freiwilligen Vergütungsbericht, den Prognosebericht und freute sich, dass diesmal - entsprechend den gesetzlichen Vorgaben - auch die Liste des Anteilsbesitzes im Geschäftsbericht zu finden war. Ob die Tempelton Stimmrechtsmitteilung von der Gesellschaft als positives Signal gewertet werde, wollte der ICG noch wissen. Nach seiner persönlichen Meinung sei die Merck-Aktie immer ein guter Kauf, antwortete Kley.

29.03.2011: Isra Vision AG - Hauptversammlung

Darmstadt - Die Isra Vision AG AG zahlt 20 ct Dividende, erfreulich für die Aktionäre. Hauptziel der Gesellschaft sei das Umsatzziel von 100 MIO €. Dann würde das nächste Umsatzziel von 150 MIO € und dann das von 200 MIO € Umsatz kommen. Finanzziele habe die Gesellschaft nicht, erklärte Ersö. - TOP 9 wurde von der Tagesordnung genommen, was alle Redner begrüßten, ging es doch darin um Einschränkungen bei der Berichterstattung zu Vergütungen. Ersö erklärte nachdrücklich, "Transparenz bei Vorstandsvergütungen ist schädlich". Bei den Unternehmensverträgen meinte der ICG formelle Probleme bei der Berichtserstattung entdeckt zu haben; letztendlich ist diese Prüfung jedoch Sache des eintragenden Registergerichts. Dennoch stimmte der ICG für 3 der 4 Verträge, wo nach ICG Auffassung eine Gewinnabführung zur Muttergesellschaft zu erwarten ist. Frau Kostinek zitierte aus einer Ausarbeitung, die Marcus Sühling am 11.03.11 veröffentlicht hatte und die zu Diskussionen in interessierten Kreisen geführt hatte und bat um die Sichtweise der Gesellschaft. Möglicherweise war es diese Veröffentlichung, die zu Kursauffälligkeiten an diesem Tag geführt hatte, hinter denen ein weiterer Redner - zu Unrecht wie Gesellschaft und ICG meinen - Insidergeschäfte vermutete. Die Gefahr einer Bilanzblase wies Ersö weit zurück. Ein Fachmann für Rechnungswesen stellte zahlreiche Fragen zu Geschäftsbericht und Abschluss, die er nur teilweise als zufriedenstellend beantwortet sah. Daher legte er Widerspruch zum Dividendenbeschluss und den Entlastungen ein.

Dass bei den Abstimmungen am Ende das Aktienoptionsprogramm unter TOP 8 zugunsten von Geschäftsführung und Mitarbeitern nicht beschlossen wurde, erstaunte. Hierzu hatte Ersö erläutert, dass es anders als früher direkt in die Kosten gehe. Die Atomkraftwerkskatastrophe in Japan werde letztendlich nicht ohne Auswirkungen bleiben, hieß es auf ICG-Frage, aber die Mitarbeiter seien wohlauf, mit 75% der Kunden habe man seitdem Kontakt gehabt. Man erwarte weitere Aufträge. Der ICG erbat Erläuterungen zur Ergebnisentwicklung bei verschiedenen ausländischen Gesellschaften. Die Ergebniszahlen der ausländischen Tochtergesellschaften seien nicht aussagekräftig über das Geschäftsvolumen in den betreffenden Ländern, da etliche Aufträge direkt aus Deutschland abgewickelt und dann auch in Rechnung gestellt würden.

Echo Online berichtet am 30.03.2011 wie folgt über die Hauptversammlung > > >

28.03.2011: Rücker Immobilien AG - Hauptversammlung

Remscheid - Die diesjährige Hauptversammlung der Rücker Immobilien AG wählte - antragsgemäß - Frau Rechtsanwältin Marion Kostinek in den Aufsichtsrat. Durch Beschluss des AR übernimmt Frau Kostinek im Aufsichtsrat die Aufgabe der stellvertretenden Vorsitzenden.

24.03.2011: P&I Personal und Informatik AG - außerordentliche Hauptversammlung

Wiesbaden - Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag der P&I Personal und Informatik AG mit der Carlyle Gesellschaft Argon GmbH war, samt Patronatserklärung einer Carlyle-Gesellschaft mit Sitz auf Cayman Islands, der einzige Tagesordnungspunkt der aoHV am 24.03.11. Hier werde ein "Tatort" gedreht mit dem Titel "Lust auf Tsunami?", bei dem Carlyle Regie führe und die Aktionäre die Hauptrolle spielen, meinte Rechtsanwältin Kostinek für den ICG. Sie versuchte das hier angedachte Geschäftsmodell für die Versammlungsteilnehmer zu veranschaulichen: Ein Tsunami spült das in der Schatzkammer der P&I in Jahren angesparte Geld von rund 24 MIO € einfach so heraus und nimmt es mit. Doch nicht nur das konstatierte Frau Kostinek, über Kredite rechneten sich 50 MIO € die fortgespült würden. Im weiteren Verlauf der Versammlung stellte sich heraus, die Vorsitzende des ICG, sie hatte sich in ihrer eindrücklichen Beschreibung geirrt - sie war viel zu optimistisch gewesen! Denn es war bereits angekündigt, 34 MIO € über ein sog. Upstream-Darlehen "nach oben zu saugen" und zugleich soll die Perle P&I - sobald es rechtlich möglich ist - für Sicherheiten zur Verfügung stehen. Akquisitionsdarlehen, die - so erfuhr die staunende Hauptversammlung - nicht nur für die P&I-Aktienkäufe, sondern auch für andere Käufe per Weisung angefordert werden. Also auch für schlechte Geschäfte aus den Zeiten der Finanzkrise, fürchtet der ICG. Bei Verbindlichkeiten von ca. 118 MIO der Argon, laut ausliegender Bilanz, muss aber bei diesem Betrag nicht Schluss sein. Der ICG regte an, sich die aktuellen Bilder in den Medien vor Augen zu halten, was bleibt, wenn der Tsunami vorbei ist, wenn der Schatz weggespült ist? Sind das blühende Landschaften? Oder intakte Wirtschaftsbetriebe? Oder sichere Arbeitsplätze? Nach Überzeugung des ICG hat da die Bonität der Obergesellschaft entscheidende Bedeutung. Dass überhaupt eine Patronatserklärung präsentiert wurde, war kein Akt der Nächstenliebe, sondern Notwendigkeit, vermutete Frau Kostinek. Diese Patronatserklärung mit der summenmäßigen und zeitlichen Begrenzung ist zwar immerhin nach deutschem Recht gestaltet, aber wenn nicht einmal ein deutscher Zustellungsbevollmächtigter bestellt sei, habe diese Patronatserklärung im Ernstfall kaum etwas an Wert. Im Wertgutachten war die Beurteilung der Patronatserklärung nicht vorgenommen worden. Die auf zahlreiche Fragen der Aktionäre erfolgten Ausführungen des Vorstands über Einflussnahmemöglichkeiten und Sicherheiten der Banken der Argon/Carlyle riefen eine unbeantwortet gebliebene Frage des ICG hervor: Ob ein faktischer Konzern zwischen der Argon und ihren Banken bestehe und wer - falls das zutreffen würde - die Obergesellschaft sei? Immerhin hatte Wild-Nachfolger Massmann zu Beginn seiner Ausführungen darauf hingewiesen, dass derzeit ein faktischer Konzern zwischen P&I und Argon bestehe. So wie es aussieht, ein legaler Tsunami, leider.

Überrascht zeigte sich der ICG, dass der DSW durch Geschäftsführer Hechtfischer dem Unternehmensvertrag zustimmte.

15.03.2011: Ehlebracht AG - Hauptversammlung mit guten Zahlen

Bielefeld - Um Sachlichkeit und Deeskalation waren Alleinvorstand Brinkmann und AR der Ehlebracht AG sichtlich bemüht, mit Erfolg. Man hatte einen Sack voll guter Zahlen, Chancen und Perspektiven dabei. Dennoch hatte der ICG lieber über eine Dividende von 35 ct/share beschließen wollen. Diesen Betrag hatte Frau Kostinek aus den Bilanzgewinnen 2007-2009 ermittelt, die sämtlich in die Gewinnrücklage eingestellt worden waren. Ein schlichter Rechnungsvortrag wäre dem ICG da viel lieber gewesen, er hätte keine Selbstenteignung der Aktionäre bedeutet, meinte die Aktionärsschützerin. Man brauche dieses Geld für Investitionen, die dem Wert der Gesellschaft zugute kämen, führte Brinkmann aus. So habe man trotz des niedrigeren Angebotes des neuen Großaktionärs auch einen Wert von 3 €/share ermittelt. Ob dem diese Gegenrechnung willkommen ist, wissen wir nicht, den Aktionären aber allemal. Der wohl anwesende neue Großaktionär hüllte sich jedenfalls in Schweigen. Ob es Anzeichen dafür gäbe, dass er einen neuen Vorstand platzieren werde, nachdem Herr Holz in den Ruhestand gegangen sei, interessierte daher den ICG, was verneint wurde. Ein Umstand, den der Wirtschaftsprüfer leider nicht in seinem Bestätigungsvermerk erwähnt, erfüllt den ICG mit Sorge - vor dem Hintergrund der leidvollen PrimaCom-Erfahrungen: Die Gesellschaft hat als bankmäßige Sicherheit Gesellschaftsanteile verpfändet; hierbei handele es sich um Anteile der Elektra GmbH, erfuhren wir auf Nachfrage. Es wurde zugleich versichert, dass dies in keiner Weise beeinträchtige.

10.03.2011: Triplan AG - Hauptversammlung

Bad Soden - Die Jahre ohne Aktionärsfragen sind auch bei der TRIPLAN AG vorbei. Der ICG lobte das kaufmännische Vorgehen der Gesellschaft vom Verlustabbau über die Schaffung der Dividendenfähigkeit bis zur nun vorgeschlagenen Dividendenausschüttung. Vertrieblich - so der Eindruck der Frankfurter Aktionärsschützer - scheine man teilweise aber im Nebel zu stochern. Nach den Maßnahmen gefragt erfuhr man, dass zwei weitere Vertriebsmitarbeiter eingestellt worden seien. Auch über die angestrebte weitere Internationalisierung wurde vage berichtet. Frau Kostinek bemängelte, dass der Aufsichtsrat nicht die Aktionärsstruktur wiedergäbe, man könnte den Eindruck haben, alle AR-Mitglieder, auch der zur Wahl stehende Kandidat, seien Vertreter des Großaktionärs. Der AR-Vorsitzende widersprach dem und bezeichnete sich als Vertreter der Kleinaktionäre, er sei neutral, er habe selbst 10.000 Aktien erworben. Somit bleibt der Eindruck, dass die ABAG Aktienmarkt Beteiligungs AG mit ihrer Sperrminorität von 28,0% nicht im AR vertreten ist. Welche Bedeutung deren Sperrminorität haben kann, zeigte sich bei den Abstimmungen zu den Kapitalmaßnahmen (Bedingtes Kapital II und III). Der ICG hatte im Vorfeld Gegenanträge angekündigt. Im Hinblick auf eine minderheitsseitige Weisung an den Stimmvertreter zog das Management die veröffentlichten Anträge zu den Kapitalmaßnahmen in der HV zurück und sprach sich gegen die Gegenanträge aus. Das löste vermutlich beim Stimmvertreter das "NEIN" des Hauptaktionärs mit 52,0% aus und so muss die Gesellschaft nun in Kürze ohne diese genehmigten Kapitaltranchen auskommen. Grund für die Gegenanträge war die Sorge des ICG, die Endfristen seien nach ARUG einen Tag zu lang berechnet; die Gesellschaft beharrte auf diesem Tag, man habe nach BGB korrekt berechnet. Wie es mit den per 31.12.2011 auslaufenden beiden Vorstandsverträgen weiter gehe, interessierte den ICG. Bereits am Montag (14.03.11) wird sich der AR mit diesem Thema befassen, war zu erfahren. Der kaufmännische Vorstand Braun gehe langsam auf die Rente zu, dem werde man Rechnung tragen. Schade eigentlich.

15.01.2011: Andreae-Noris Zahn AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Ein Squeeze-out kündigt sich bei Anzag mit Indizien an, meinte der ICG. Das Verweigern einer Dividende bei einem Ergebnis von 2,37€/share erboste zahlreiche Redner. Der Dividendenantrag eines Aktionärs wurde nicht zur Abstimmung gestellt. Gönnt der neue Großaktionär den Kleinaktionären nicht mal die rund 18% Anteil an einer Dividende, fragte Frau Rechtsanwältin Kostinek? Auch die Einstellung von über 10 MIO € des Jahresüberschusses in die Gewinnrücklage stieß auf herbe Kritik der ICG-Aktionärsschützer, denn damit ist nach § 230 AktG auch eine spätere Ausschüttung vom Tisch. Der Erklärungsversuch des Wunsches nach Stärkung des Eigenkapitals durch die Thesaurierung überzeugte kaum, hätte es doch dafür auch andere Möglichkeiten gegeben. Ferner hinterfragte der ICG den Einfluss der Alliance-Boots-Gruppe bei dem vorzeitigen Austausch der Finanzvorstandes und der Selektion der AR-Mitglieder, die nach der Verkleinerung des AR bleiben dürfen. Der Vorstandsvorsitzende negierte jede Einflussnahme des Großaktionärs, dessen Ziele sich aus der Angebotsunterlage ergäben. Die Festsetzung der neuen AR-Vergütung und die "entsprechende" Satzungsänderung schienen dem ICG inkongruent, dennoch beharrte die Gesellschaft auf ihrem Beschlussvorschlag; die Eintragung bleibt abzuwarten. Erst sie gestattet jedoch nach ICG-Meinung auch rückwirkend die schon laufende Versicherung als "Vergütungsbestandteil durch Satzungsdefinition" für die Aufseher.

Am Ende sprach der ICG den Referentenentwurf zum Aktienrecht an, der nach seiner Auffassung mit der Verpflichtung zur Umstellung auf Namensaktien auch für gelistete Gesellschaften fatale Auswirkungen für die Vielfalt von Anlagemöglichkeiten für Kleinaktionäre hat. Nur börsennotierten Gesellschaften wird das Wahlrecht eingeräumt, eine unsinnige Differenzierung zur gelisteten Gesellschaft, meinte Frau Kostinek.

Welche Kosten bei einer Umstellung auf Namensaktien auf die Gesellschaft zukämen, wenn sie sich für Namensaktien entscheidet, hatte die Gesellschaft bisher nicht ermittelt.

17.12.2010: Prior Capital AG - Hauptversammlung beschließt Namensänderung

Stuttgart - Die Prior Capital AG wird zukünftig den Namen "Excalibur Capital AG" tragen. Mit der Umfirmierung sollte auch ein Stück Vergangenheitsbewältigung abgeschlossen und ein Neuanfang besiegelt werden. Die Aufarbeitung vergangener Problemstellungen hatte den amtierenden Organen viel abverlangt, das wurde deutlich. Ebenso konsequent wie integer und engagiert war man vorgegangen, so der überzeugende Eindruck. So war es gelungen, die Kostenschraube weit nach unten zu drehen und schon in November und Dezember 2009, also den ersten Monaten der Amtszeit, keine Verluste mehr einzufahren. Es bestehen interessante steuerliche Verlustvorträge, wie der stellvertretende ARV Dornisch erläuterte. Ob es für 2010 eine rote oder eine schwarze Null geben werde, sei noch offen, erklärte Vorstand Herack. Die vom ICG vorgeschlagenen Ergänzungen zum Unternehmenszweck machte sich die Gesellschaft zu eigen, so dass nun z.B. auch der Grundstückshandel möglich ist. Frau Kostinek stellte für ca. 40 Stimmkarten zum Erwerb eigener Aktien einen Gegenantrag mit "rundem" Ende des Ermächtigungszeitraumes, der mit großer Mehrheit beschlossen wurde, wie alle zur Abstimmung gestellten Beschlussanträge.

29.11.2010: Cybits Holding AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Cybits AG-Vorstand Pattberg hat operativ einiges auf den Weg gebracht in Richtung Identifikation im Internet. Er möchte mit dem Produkt [verify-U], zu dem nun die Patentschrift offenliegt, das „Einwohnermeldeamt im Internet“ werden. 1 MIO Personen sind bereits im System und es gibt wirklich gute und konkrete Fortschritte nach seinen Worten und noch mehr Chancen. (Pattberg trat inzwischen sein Amt als Alleinvorstand auch der Holding an.) Damit die Aktionäre bei allem möglichen Erfolg nicht auf der Strecke bleiben, forderte der ICG mit großem Nachdruck die Verschmelzung der Cybits Holding AG mit der Tochter Cybits AG. Denn während es im Konzern eine Ergebnisverbesserung von -2,5 Mio € auf -700 T€ gegeben hatte, war der Fehlbetrag der Holding von 1,2 auf 2,5 Mio € gestiegen und die Cybits AG hatte zudem von der Holding ein Darlehen von rund 1 Mio € erhalten. Vorgänge bei der Cybits Holding AG wie bei einer PrimaCom AG werden die Aktionäre nicht hinnehmen. Die Forderung schien auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein, denn bei den letzten Antworten nannte Pattberg die Verschmelzung als eines der möglichen Unternehmensziele 2011, realistisch wäre er nach ICG-Einschätzung 2012. Auf die Homepage beider Gesellschaften angesprochen, wurde eine unmittelbare Zusammenlegung der Homepages angekündigt.

Die HV dauert mit 4 Stunden etwas länger als geplant; ICG-Vorstandsvorsitzende M. Kostinek hatte unter Hinweis auf mögliche Fehler zunächst die Verlesung der Veröffentlichung zu TOP 5 (AR-Wahl) verlangt. Die beratenden Spezialisten aus dem Backoffice konnten dem in doppelter Hinsicht nur zustimmen, und so beantwortete sich die Frage nach einem korrigierenden Gegenantrag im Verlauf von selbst. Leider hatte man versäumt, den HV-Leitfaden dem korrekten Gegenantrag anzupassen und entsprechende Gremienbeschlüsse zu fassen, so dass sich Frau Rechtsanwältin Kostinek beim Verlesen der Abstimmungsformalien gezwungen sah, sich deutlich zu Wort zu melden. Gesellschaft und Notar griffen die Hinweise sehr gerne und anerkennend auf.

12.11.2010: ABAG Aktienmarkt Beteiligungs AG - Hauptversammlung

Bad Homburg - Die bisher eher informationsscheue ABAG scheint nach dem Bericht vom Frau Ingrida Rombach sehr vielversprechende Beteiligungen im Portfolio zu haben. Der Freefloat ist mit 2,5% denkbar gering. Frau Rechtsanwältin Kostinek stellte als einzige Rednerin für den ICG zahlreiche Fragen, die einige Transparenz in das Geschäftsmodell und seine Umsetzung brachten. Insbesondere die auf der Tagesordnung stehende bedingte Kapitalerhöhung 2010 (TOP4) und die Ermächtigung zur Wandelschuldverschreibung (TOP 5) fanden in der veröffentlichten Beschlussvorschlagsform nicht die Zustimmung des ICG. Der ICG erläuterte ausführlich seine Bedenken, insbesondere zum Bezugsrechtsausschluss. Diese haben das Aktionariat wohl überzeugt. Schließlich gab es zu TOP 4 und 5 Gegenanträge, die keinen Bezugsrechtsausschluss mehr vorsahen und diese Gegenanträge, die dann durch den ARV zur Abstimmung gestellt wurden, wurden einstimmig beschlossen. Alle anderen Beschlüsse gingen wie vom Management beantragt durch.

02.11.2010: MAGNAT Real Estate AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Die Hauptversammlung der MAGNAT Real Estate AG war geprägt durch die jüngste Vorstandsveränderung. Der kurz vor der HV fristlos abberufene Vorstand Rüster ist auch aus seinen anderen Magnat-Geschäftsführungen ausgeschieden, erfragte der ICG, der durch das Münchener Mitglied Dr. Klaus Engelfried vertreten war. Versäumnisse bei Aufsichtsrat und WP wurden jedoch auf Nachfrage verneint. Immerhin wurde jedoch auch die Frage verneint, ob denn nun eine Nachtragsbilanz zu erstellen sei. Ansonsten ließ sich die Gesellschaft keinerlei Einzelheiten zum Rüster-Ausscheiden entlocken. Die ICG-Vorsitzende Marion Kostinek, Sachverständige IFQ, hatte die Wiener Immobilien und Projekte im Rahmen der ICG-Analyse begutachtet. Warum die am Standort WIEN durchweg gezeigte Kompetenz in anderen östlicheren Ländern/Regionen nicht ebenfalls so erfolgreich in klingende Münze umgewandelt werden konnte, blieb aus ICG-Sicht eine der wichtigen und bewegenden offenen Fragen, trotz der generell großen Informationsbereitschaft der Gesellschaft.

06.10.2010: VestCorp AG - Hauptversammlung

Aachen - Der ICG anerkannte die Offenheit, mit der Herr Treichel über die Probleme des ehemaligen Geschäftsmodells und deren Lösungen informierte. Die Zahlen des 1. Halbjahres belegten, dass man mit der Neuausrichtung zum aktiven Finanzinvestor mit chancenreichen Beteiligungen schon erste Erfolge erzielen konnte. Ein sehr konsequentes Kostensenkungsprogramm, die Aufgabe des UBG-Status, der Wechsel des Börsensegments und die Bereinigung des Beteiligungsportfolios, waren im Berichtsjahr vorausgegangen. Enttäuscht zeigte sich Frau Kostinek über das Scheitern der Hauptversammlung der Ehlebracht AG trotz aller Bemühungen durch Dr. Dieck und erläuterte, dass der ICG in großer Sorge sei; hier sei unabweislicher Handlungsbedarf gegeben.

04.10.2010: Dubai Oasis Capital AG - Hauptversammlung

Düsseldorf - Alle Beschlüsse dieser Tagesordnung ohne Besonderheiten wurden mit großer Mehrheit gefasst. Nach einem knappen Vorstandsbericht präsentierte der ICG seine Fragen. Vereinsintern hatte man sich mit dem Dubai-Geschäftsmodell anhand des Leitfadens der Deutsch-Emiratischen IHK befasst und es ausformuliert, da es auch für andere Gesellschaften - wie die sehr erfolgreiche Mox AG - Gültigkeit hat. Im Rahmen der Fragenbeantwortung konnte die Gesellschaft dieses Modell bestätigen. Die Mox AG hatte in ihrer HV die Berechnung der deutschen Effektivsteuern beim Dubai-Geschäftsmodell erläutert. Der ICG hatte auf dieser Basis die Effektivsteuern 2009 für  D90 rechnerisch ermittelt. Herr Beikert bestätigte die ermittelten Zahlen der im Frageteil präsentierten Excel-Berechnung, die im Ergebnis im sehr attraktiven einstelligen Prozentbereich liegen. In Deutschland würden vermutlich 30-40% Steuern anfallen schätze die Gesellschaft. Wo das Geld geblieben ist, wollte Frau Kostinek wissen, unter Verweis auf den deutlichen Rückgang des Periodenergebnisses, wie es sich aus der Konzernkapitalflussrechnung ergab. Es waren nur noch -0,17 €/share erzielt worden. Was oben im Periodenergebnis fehle, sei nicht "weg", sondern in die Risikovorsorge gegangen, wie sich aus der gleichen Cashflow-Berechnung ergäbe. Beim Konzern-Cashflow sehe man sich gut aufgestellt. Dennoch hätten die Banken generell das Tagesgeschäft stark erschwert, erfuhren die Aktionäre. Was mit der letzten verbliebenen Immobilie geschieht, werde noch im laufenden Geschäftsjahr entschieden, Vermietung oder Verkauf. Die marktübliche Mietrendite liege bei 7%, die Verkaufspreise für Immobilien in dieser Lage zögen langsam an. Die Möglichkeit eines Verkaufs unter Einstand schließe man daher gegenwärtig aus.

28.09.2010: Ehlebracht AG - Hauptversammlung ohne Beschlüsse

Bielefeld - Die Hauptversammlung der Ehlebracht AG wurde durch den AR Dr. Dieck um 11.40 Uhr eröffnet und um 13.01 Uhr wieder geschlossen, ohne dass irgendeine Abstimmung stattgefunden hatte.    
Leider wurde nicht in  die Tagesordnung eingetreten, so dass weder Hinweise gegeben noch Gegenanträge gestellt werden konnten. Vor allem die unterbliebenen rechtzeitigen Aufsichtsratswahlen geben aus Sicht des ICG Anlass zur Sorge. Die Gesellschaft wird nun sicher einen Antrag zur gerichtlichen AR-Bestellung eingereicht haben. Wie in einem Forum zu lesen war, kandidieren auch der Unternehmer Frank Scheunert und der Rechtsanwalt Arno Lampmann. Beide finden sich auf den bekannten Berufskläger-Listen. Wenn man nach der Anzahl der geführten Anfechtungsklagen geht, würden auch Anlegerschützer wie der DSW oder der SdK zu den Berufsklägern zählen. Für den ausnahmslos ehrenamtlich arbeitenden ICG gilt dies nicht. Wo wir insbesondere Schaden für die Gesellschaft befürchten, können Mitglieder im plaza nachlesen, auch welche Lösungsansätze wir sehen. Zu gegebener Zeit wird hier weiter berichtet.

25.09.2010: SCI AG - Fehler im GSC-Bericht zur Hauptversammlung der SCI AG

Frankfurt - GSC Research GmbH schreibt zum Redebeitrag von Frau Rechtsanwältin Marion Kostinek (ICG e.V.) im Bericht von der HV der SCI AG, die am 30. August 2010 in Weilrod stattgefunden hat, u.a.: "Allerdings hätte die Gesellschaft nach Meinung der Aktionärsvertreterin bei einem Bilanzgewinn von 0,9 Mio. Euro durchaus eine Dividende von 0,30 Euro je Aktie ausschütten können."
Tatsächlich wurde angesichts des hervorragenden Bilanzgewinns die durchaus mögliche Ausschüttung einer Dividende von 0,50€ angesprochen.

Wir haben GSC per mail (mit hoher Priorität) über die im Kontaktfeld auf der HP der Gesellschaft angegebene email-Adresse am 14.09.10 gegen 13.00 Uhr auf den Fehler hingewiesen und kurzfristig um Korrektur ersucht. Wir bedauern, dass es keinerlei Reaktion hierauf gab, insbesondere keine Korrektur. Zumal sich auch im nebeneffectenBrief von GSC in der August-Ausgabe auf S. 7 ein Beitrag zur SCI AG findet, halten wir die Korrektur für unerlässlich.

17.09.2010: Mox Telecom AG - Hauptversammlung

Ratingen - Mox Telecom präsentierte das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte, knauserte aber an der Dividende. Nur 10 ct wollte man den Aktionären per share gönnen, obwohl aktuell 48% der Aktien beim Management liegen. Da änderte leider auch der Gegenantrag des ICG nichts, der immerhin auf eine Dividende von 20 ct abzielte. Der ICG-Vorsitzenden Kostinek fehlten eine Reihe wichtiger Informationen. Nach Auffassung des ICG besteht auch bei einem Freiverkehrswert eine Pflicht zur Aktien-/Stimmenangabe, analog 30b WpHG nach dem Normzweck des Transparenzrichtlinienumsetzungsgesetzes jedenfalls dann, wenn sich dazu mehrere unterschiedliche und damit verwirrende Angaben in Anhang, Satzung und Beschlussvorschlag finden und es zudem eigene Aktien gäbe. Der Vorstandssprecher Dr. Schamel bedankte sich für diesen Hinweis, man wolle dies zukünftig aufgreifen als ständig dazulernende Organisation. Die irische Tochtergesellschaft war verkauft worden, dennoch sagte der Anhang nichts zur Auswirkung auf die Eventualverbindlichkeiten aus der Patronatserklärung. Der ICG war erleichtert, dass sich alle Exemplare der Patronatserklärung bei der Gesellschaft befinden (!!) und deutsches Recht anwendbar ist; die maximale Eventualverbindlichkeit wurde mit 1 MIO € beziffert, aber es habe keinerlei Leistungsstörungen bislang gegeben und dies werde auch nicht erwartet. Aus der G + V war erkennbar, dass die Erträge ganz überwiegend von verbundenen Unternehmen stammten. Welche dies seien interessierte den ICG. Es handelt sich überwiegend um die in Dubai (Internet City) ansässige Mox Telecom Arabia FZ LLC, erläuterte Finanzvorstand Zwingmann angetan. Der nachgefragte Effektivsteuersatz betrage 2,88% aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommens. Mit dem neuen Produkt der Prepaid Doppelmastercard, der Migrantenbedürfnissen gerade in den Vereinigten Arabischen Emiraten zum kostengünstigen und schnellen Geldtransfer entgegenkommt, erhofft man sich eine weitere lukrative und sehr nachhaltige Stärkung der Dubai-Tochter. Der ICG war besorgt, dass die Anteile der Mox Arabia als Bankensicherheit hingegeben, abgetreten oder verpfändet sein könnten, eine 2. PrimaCom, wolle man keinesfalls erleben, erklärte Frau Kostinek. Nichts von alledem sei der Fall, war die beruhigende Antwort, selbst Kredite würden ohne Sicherheiten gewährt, man sei ein gesuchter Bankkunde. Als erfreuliche Perspektive wertet der ICG die Aussage, dass das Unternehmen in etwa 2 Jahren in den "geregelten Markt" wolle.

02.09.2010: P & I Personal & Informatik AG - Turbulente Hauptversammlung

Wiesbaden - In einer beispiellos turbulenten, gleich zweimal eröffneten HV kamen der ehemalige ARV Wand und der Vorstand der P & I ins Schlingern. Aktionärsrechte wurden aufs Gröbste mit Füßen getreten, rügten zahlreiche Redner. Der - inzwischen nach ICG-Auffassung gestern mit unwirksamem Beschluss abgewählte - AR Dr. Heidel bezichtigte Vorstand und Wand der Lüge und falschen Berichterstattung, als er endlich im Rahmen der Generaldebatte mit Redezeitbeschränkung das lange geforderte Wort erhielt. Notgedrungen hatte der Abschluss von der HV festgestellt werden müssen, so erläuterte Frau Kostinek die Einschätzung des ICG, um eine Rechtsgrundlage für die Dividendenausschüttung zu erhalten. Mit aufhellenden Erklärungen inhaltlicher und organisatorischer Art waren Vorstand und der ARV Wand sparsam. Gegen Ende der HV wurde Wand in einer HV-Pause endlich in einer AR-Sitzung als Vorsitzender des AR abgewählt, was ihn nicht hinderte, die Versammlungsleitung weiterhin auszuüben. Ein frühzeitig von Frau Rechtsanwältin Kostinek u.a. für den ICG gestellter Antrag auf Abwahl des Versammlungsleiters war gescheitert. DSW, Deutsche Balaton und ICG stellen einen Sonderprüfungsantrag, auf den man sich untereinander verständigt hatte, auch er wurde mit den Carlyle-Stimmen abgeschmettert. Der Vorstand des ICG ist dennoch zuversichtlich, dass es zur dringend erforderlichen Sonderprüfung kommen wird.

31.08.2010: Bankhaus Main AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Als einzige Aktionärsvereinigung nahm der ICG e.V. an der diesjährigen HV teil. Die Erteilung der Vollbanklizenz und die Aufnahme der gesamten Produktpalette einer Vollbank hatten unser Interesse geweckt. Die Lizenzkosten hatten sich auf 150.000€ belaufen, die Gesamtkosten der Erreichung des Status als Vollbank betrugen nur 500.000€, ein Preis der für das Kostenbewusstsein des Managements spricht, meinte Frau Kostinek. Man wolle sich jedoch nicht im Bereich der Dumpingpreise bewegen, erklärte Herr Bergmann. Die Kunden kämen primär aus dem US-Raum. Mit einem Eigenkapital von ca. 90% (unverändert ca. 11,3 MIO €) sieht man sich solide aufgestellt. Mit der Tochtergesellschaft im Bereich regenerativer Energien hofft man auf Akkreditierung bei der KfW, für die Durchleitung von Fördermitteln für mittelständische Kunden, erläuterte Bergmann. Auf eine im Bericht des Vorstand zur angestrebten Entwicklung des Kundenstammes vorhandene Ungereimtheit angesprochen, korrigierte Bergmann und stellte klar, man plane bei der Vermögensverwaltung mittelfristig eine Verdreifachung der Kunden von 10 auf 30 an, mit einem Verwaltungsvolumen von 250-500 Mio US $. Ein sinkendes Verwaltungsvolumen pro Kunden strebe man nicht an.

30.08.2010: SCI AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Jahresabschluss und Beschlussvorschläge (100% Ja-Stimmen für alle TOPs) fanden die volle Zustimmung der anwesenden Aktionäre. Die Gesellschaft hat zur Neuregelung der AR-Vergütung auf eine Anregung der ICG zurückgegriffen, die Frau Rechtsanwältin Kostinek in der HV-Rede 2009 vorgebracht hatte. 93% Eigenkapital und ein deutlich gestiegener NAV trösten über ein erneutes Ausbleiben einer Dividende hinweg, trotz ca. 900 T€ Bilanzgewinn, ebenso wie das Einziehen eigener Aktien.

20.08.2010: Internolix AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Der ICG und weitere Redner sahen den Delisting-Beschlussvorschlag und das Kaufangebot als unannehmbar an. Der NAV wurde auf Fragen der ICG-Vorsitzenden Kostinek von Vorstand Hochrein mit 1,60€ angegeben. Die unterste Stufe des in der Einladung angegebenen Kaufangebotes betrug nur 1,25€. Die Gesellschaft entschuldigte sich auf Rüge des ICG dafür, dass in der Veröffentlichung mit dem Deckblatt Einzelabschluss 2009 und Konzernabschluss 2009 auf der Homepage der Gesellschaft jeweils die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung fehlten. Sie fehlten auch in den an die Aktionäre auf Anforderung übersandten bzw. ausgehändigten Unterlagen. Die Gesellschaft wies jedoch auf einen Link zu eBanz-Veröffentlichungen beim jährlichen Dokument hin.

10.08.2010: Schumag AG - Bericht von der Hauptversammlung

Aachen - Management und Belegschaft haben durch geschickten Einsatz der ursprünglich eigenen Aktien die Hauptversammlung vom 10.08.10 erfolgreich gesteuert, so die Überzeugung des ICG, wie bereits im Vorfeld im Vereinsforum plaza und in der Generaldebatte erläutert wurde. Der kurz vor der Hauptversammlung zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählte Peter Koschel konnte als Versammlungsleiter am Ende feststellen, dass alle zur Abstimmung gestellten Beschlüsse mit über 97% durchgegangen waren. Über die Kapitalmaßnahme zu TOP 6 war jedoch gemäß Beschluss unmittelbar vor der HV nicht mehr abzustimmen.
Gut 75% der Aktien sind nach recherchierten ICG-Informationen beim Amtsgericht hinterlegt und werden von mehreren Parteien beansprucht. Die per Kaufangebot eingesammelten gut 333.000 Aktien waren ermächtigungskonform zur teilweisen Tilgung alter Tarifansprüche der Belegschaft eingesetzt worden; die Aktien wurden auf einen Vertrauensmann der Arbeitnehmer mit einer Vereinbarung übertragen und diese Aktien waren nun in der Hauptversammlung vertreten. Bei der Erstpräsenz von knapp 587.000 Stimmen, hatten die Arbeitnehmer damit im Ergebnis die einfache Mehrheit, die für die Durchsetzung der Verwaltungsvorschläge bzw. den zur Abstimmung gestellten Gegenanträgen voll ausreichte. Frau Rechtsanwältin Kostinek vermutete, dass eine nicht sichere - für einen Erfolg von TOP 6 - erforderliche 3/4-Mehrheit der Grund für die Entscheidung zur Nichtabstimmung war. Sie bedauerte dies, ebenso wie das Fehlen eines Ermächtigungsbeschlusses für den Erwerb eigener Aktien.
Die ICG-Vorsitzende stellte ferner - in einer Frage - einen im Verein erarbeiteten Lösungsansatz vor, die wirtschaftlich sehr unbefriedigende völlige Blockade der hinterlegten Aktien durch das Gericht über das Instrument einer Rechtsfortbildung der Aktienleihe zu lockern. Der Lösungsansatz hat eine wirtschaftlich sinnvolle Kooperation aller Parteien, die eine Herausgabe beanspruchen, zum Ausgangspunkt.
Vorstand, ARV und die durch die Arbeitnehmervertreter repräsentierte Belegschaft zeigten sich eindrucksvoll entschlossen, gemeinsam das Traditionsunternehmen wieder zum Erfolg zu führen, so die Einschätzung des ICG. Dafür muss nun, so forderten es praktisch alle Redner, Ruhe einkehren.

06.08.2010: Intertainment AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Erneut schoben Vorstand und AR die Verantwortung für den Konzern- und Einzelabschluss der Hauptversammlung zu, erneut verweigerte der AR hierzu sogar einen Beschlussvorschlag in der Tagesordnung. Der ICG erklärte, wer so vorsätzlich die Erfüllung seiner gesetzlichen Amtspflichten (§ 124 Abs. 3 S. 1 AktG) verweigert, wird vom ICG nicht entlastet. Ohne wiederholte erhebliche Finanzspritzen des Großaktionärs MK Medien Beteiligungs GmbH wären vermutlich längst die Lichter ausgegangen. Der DSW rügte zu Protokoll die Nichtbeachtung von § 92 AktG. Mit Formalien scheint man sich schwer zu tun. So hatte der ehemalige AR Dr. Wiedenhues die satzungsmäßige Frist für seine Niederlegung nicht eingehalten. Das BaFin hatte die Konzernabschlüsse 2004 und 2005 für fehlerhaft erklärt, der Widerspruch der Gesellschaft aus dem letzten Jahr "aus Rechtsgründen" - so die Aussage auf der HV 2009 - wurde in der Zwischenzeit "aus Kostengründen" zurückgenommen, berichtete der Vorstand. Den BaFin-Bedenken hatte man jedoch nicht durch Neuerstellung abgeholfen.
Frau Kostinek forderte die Liquidation, solange es noch etwas zu verteilen gäbe, da das operative Geschäft selbst nach Einschätzung der Gesellschaft praktisch zum Erliegen gekommen war. Eine werbende Gesellschaft sähe anders aus; der ICG räumte aber ein, dass der Verlustvortrag für den Großaktionär durchaus ein asset sein könne.

30.07.2010: ecotel communication ag - Hauptversammlung

Düsseldorf - Ein Bilanzverlust für 2009, der das Grundkapital um 10 Mio € übersteigt scheint die  Gesellschaft aufgerüttelt zu haben. Die Herstellung der Dividendenfähigkeit in 2010 durch Auflösung der Kapitalrücklage ist möglich, erklärte Seidl. In 2011 will man so gut verdienen, dass in 2012 wieder ausgeschüttet werden kann. Als hochkarätig bezeichnete der ICG die beiden neuen AR-Mitglieder Dr. Nobert Bensel,(Ex-Vorstand der debis AG und der Bahn) und den Ex- debitel-CEO Dr. Joachim Dreyer, von denen sich Frau Kostinek einen starken Impuls erhofft. Sie kommen genau zu der Zeit, zu der sich ein neuer Großaktionär eingekauft hat, merkte sie an. Nach ICG Auffassung heißt es jetzt hopp oder top. Gerade als im wörtlichen Sinne ausgezeichneter Innovator und Vordenker könnte die Gesellschaft durchaus auch als Übernahmekandidat interessant sein. Ein großer Schritt nach vorne beim Ertrag und damit die Sicherung der Eigenständigkeit erscheint nach der von Herrn Zils überzeugend dargestellten Strategie nicht unrealistisch.

12.07.2010: a.a.a. AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Ca. 40 Besucher hatten den Weg trotz brütender nachmittäglicher Hitze ins Frankfurter Maritim zur HV der a.a.a. AG gefunden. Als einzige Aktionärsvereinigung war der ICG e.V. vertreten. Frau Kostinek fragte, wie der Bilanzverlust von ca. 4 MIO € abgetragen werden solle. Die positiven Bewertungen des Vorstands zu einigen Frankfurter Lagen wollte sie für Gewerbe nicht teilen. Ferner regte sie an, in TOP-Lagen, wie im Frankfurter Westhafen - hier hing ein Projektbild in den Geschäftsräumen der Gesellschaft - das Wohnen nicht zu vernachlässigen, war doch ein vergleichbares Vorhaben in der Hamburger Hafen City extrem lukrativ. Entgegen den strategischen Ausführungen im Prüfungsbericht erklärte der Vorstandsvorsitzende Rothenberger daraufhin, sich insoweit eine Diversifikation ernsthaft vorstellen zu können. Der Ausstieg der weltweit renommierten Tishman Spyer Gruppe wurde erst auf Nachfrage erwähnt. Sie hatte dazu geführt, dass Sven Rothenberger auf seinen alten Posten zurückkehrte, die erhaltene Abfindung war in 2009 ans Unternehmen zurück geflossen. Er sei stolz gewesen, seinem Vater den Rückerwerb des Familienunternehmens melden zu können, berichtete Rothenberger. Seit 20 Jahre werde hier nur Geld verbrannt, machte eine Aktionärin ihrer Enttäuschung Luft.

09.07.2010: AG für Steinindustrie - Hauptversammlung

Neuwied - Die Veränderungen in den Organen der AG für Steinindustrie scheinen in dem Traditionsunternehmen den "freien Fall", wie der Vorstand es nannte, gestoppt zu haben. Nun soll es wieder aufwärts gehen. Bei Lavasand z.B. konnten durch innovative Ideen neue Einsatzmöglichkeit erschlossen und gute Margen erzielt werden. Hinter der operativen Stärke der Organe bleibt Organisatorisches und als formal und eher lästig Empfundenes, wie Satzungs-/Gesetzesfragen und die ordnungsgemäße Durchführung einer Hauptversammlung, deutlich zurück. Der ICG gab zahlreiche Hinweise. Der neue Großaktionär und ARV Hassel sah u.a. auf Vorschlag von Frau Kostinek davon ab, den bereits festgestellten Jahresabschluss 2009 nochmals durch die HV feststellen zu lassen, was ohnehin nicht auf der Tagesordnung stand. Erklärtermaßen war der Vorstand - wohl aufgrund der Mehrheitsverhältnisse - nicht auf die Beantwortung von Fragen eingestellt. Im Ergebnis konnten dennoch etliche Nachfragen befriedigt werden. Der ICG geht davon aus, dass die zu Protokoll gegebenen Fragen, wie zugesagt, innerhalb der Klagefrist beantwortet werden. Nach Diskussion mit dem Wirtschaftsprüfer stellte sich heraus, dass die aus der Bilanz ersichtliche Veränderung bei den Beteiligungen gegenüber dem Vorjahr nicht stattgefunden hat.

07.07.2010: Mainova - Hauptversammlung

Frankfurt - Die Mainova AG überrascht positiv in der Produktion durch den hohen, weit überdurchschnittlichen Anteil an erneuerbaren Energien von 27% gegenüber dem Durchschnitt von 16%, lobte der ICG durch seine Vorsitzende Rechtsanwältin Kostinek. Mancher Fonds wäre vermutlich erfreut gewesen, den Thüga-Deal anstelle der Mainova machen zu können. Hinter vielen nachhaltigen ökologisch-technischen Erneuerungen ist jedoch die Satzung zurückgeblieben. Die Finanzierung von 430 MIO € hätte die Mainova sogar stand alone stemmen können, dennoch senkte man u.a. durch Bürgschaften der Stadt Frankfurt am Main die Zinsbelastung. Herr Dr. Alsheimer bedankte sich für die Hinweise zu unnötigen Erschwernissen und Risiken, die die gegenwärtige Satzung nach ICG-Meinung noch aufweist, er werde sie gerne aufgreifen.

08.06.2010: Salzgitter AG - Hauptversammlung

Braunschweig - Die Salzgitter AG kann in Krisenzeiten mit fast unverändert hohem Eigenkapital als Fels in tosender Brandung angesehen werden. Über eine Wandelschuldverschreibung hatte man sich Kapital zu extrem günstigen Zins-Konditionen von gut 1% sichern können, ein Königsweg, wie Frau Kostinek als ICG-Vertreterin anmerkte. Prof. Fuhrmann bestätigte die Bewertung eines Mindestwandlungspreises von 80% im neuen Beschlussvorschlag als Enteignung der Altaktionäre um bis zu 20%, da habe der ICG von der Sache her Recht. Dennoch sei dieser seltene Ausnahmefall gesetzeskonform, merkte Prof. Fuhrmann zutreffend an.
Die Gesellschaft hatte laut Einzelabschluss sämtliche Wohnungen an eine Kommune verkauft. 900 seien es gewesen, und mit dem Verkauf, über dessen Konditionen Stillschweigen vereinbart worden sei, habe man das kommunale Netzwerk stärken wollen. Die Gesellschaft habe auch eine Beteiligung von über 25% an der erwerbenden kommunalen Gesellschaft erhalten. Dieser Verkauf sei jedoch nicht in der Jahresplanung vorgesehen zu werden, wurde auf Frage erläutert.

Eigene Stellungnahme: Legt man bei 900 Wohnungen im Raum Salzgitter Durchschnittsmarktwerte zu Grunde und berücksichtigt die angabegemäß 50-jährige Abschreibung, so schließt der ICG nicht aus, dass der Ertrag aus diesem Verkauf so groß wie ein wesentlicher Teil des Bilanzgewinns sein könnte.  

02.06.2010: United Internet AG - Kurzbericht von der Hauptversammlung

Frankfurt - United Internet AG, die sich auf ihrer HV in der Frankfurter Alten Oper operativ selbstbewusst und erfolgreich zeigte und ihre Aktionäre sogar mit einer Sonderdividende neben der Dividende belohnt, tut sich schwer mit aktienrechtlichen Anforderungen. Schon im Vorfeld der HV hatten verschiedene Unebenheiten Anlass für Nachfragen gegeben. Den konkreten Dividendenantrag, den man zur Abstimmung stellen wollte, verriet man jedoch den Aktionären erst auf Intervention des ICG, da lief die Hauptversammlung bereits seit Stunden.

28.05.2010 - Drillisch AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Erneut hat Drillisch davon profitiert, first mover zu sein. Seit 7 Jahren konnte der Vorstand nunmehr in Folge das beste Jahr in der Unternehmensgeschichte präsentierten. Den ICG interessierte der Umgang mit der Datensicherheit. Der Schutz von Kundendaten wird groß geschrieben, dennoch gibt es keine absolute Sicherheit. Wo eine Lücke aufgetaucht war, ist man damit proaktiv umgegangen, hat die betroffenen 250 Kunden informiert und erneut zertifizieren lassen, um noch besser zu werden.

27.05.2010: Deutsche Bank AG - Hauptversammlung

Frankfurt - "Götterdämmerung in Frankfurt" . . . so die Überschrift eines Artikels aus dem Handelsblatt. Zitat aus dem kurzen Redebeitrag der ICG e.V.-Vorsitzenden Marion Kostinek auf der HV der Deutsche Bank AG:

Bild "HV_DB_Handelsblatt.jpg"

19.05.2010: Commerzbank AG - Bericht von der Hauptversammlung

Frankfurt - Ein ausführlicher Bericht des ICG e.V. zur Hauptversammlung der Commerzbank AG kann hier >>> gelesen werden ....

11.05.2010: K+S AG - Bericht von der Hauptversammlung

Kassel - Die Zweisäulen-Strategie der Gesellschaft - Salz und Düngemittel - hat sich in der Krise bewährt. Das 1. Quartal lässt auf eine deutliche Dividendenerhöhung hoffen.
Mit George Cardona, Monaco, der den russischen Großaktionär von K +S repräsentiert, scheint ein Mann mit exzeptioneller Kompetenz in den Aufsichtsrat gekommen zu sein, war doch der Oxford-Absolvent u.a. Berater des britischen Finanzministers und TOP-Manager bei HSBC. Verständlich, dass es da keinen neben ihm auf der Bewerberliste gegeben hatte, wie man erfuhr.

Zum wiederholten Male stand eine Wandel- und Optionsschuldverschreibung (nebst Satzungsänderung) auf der TO. Mal war in der Vergangenheit darüber prozessiert worden, mal war der Beschlussvorschlag mit einem max. Volumen von 1,5 Mrd. € in der HV durchgefallen. Der ICG e.V. hatte sich die Beschlussvorschläge trotz ihrer komplexen Formulierungen und beachtlichen Länge genau angeschaut und in einer Synopse unter die Lupe genommen. War beim Vorschlag aus 2009 noch von einem Wandlungspreis von 125% des gewichteten Aktienkurses die Rede gewesen, sollte der Mindestpreis nun deutlich unter 100% liegen und zwar bei 80%. Frau Kostinek bemängelte, dass diese Preisfindung, die rechnerische Ermittlung, mit keiner Silbe erläutert werde, weder im schriftlichen Vorschlag, noch im Bericht vor der HV. Einen Wandlungspreis von 80% - wie jeden Preis unter 100% - wertete der ICG als Enteignung der Altaktionäre und forderte die HV zu einem klaren NEIN auf. Die Gesellschaft verwies auf eine Gesetzesänderung, die nun keinen festen Preis mehr erfordere, der Preis stünde noch nicht fest und würde eher 100 - 140% betragen, der Mindestpreis sei daher zulässig. Das überzeugte kaum. Nur ca. 44% stimmten mit JA, damit waren 75% weit verfehlt.

Noch weniger konnte der nachfolgende Beschlussvorschlag zu einem neuen genehmigten Kapital (nebst Satzungsänderung) offensichtlich überzeugen. Der ICG hatte kein Verständnis dafür, wieso die Gesellschaft in der gedruckten Begründung beim existierenden genehmigten Kapital von einer Behinderung der flexiblen Nutzung des Instruments ausgehen könne, hatte die HV doch genau das genehmigt, was Vorstand und AR damals beantragt hatten. Dem Wunsch einer Anpassung an "übliche Formulierungen bei DAX-Werten" wollten dann nur 39,34% nachkommen, hier war man noch weiter weg von 75%.

Herr Steiner erwähnte in seinem Bericht, die Gesellschaft habe keine eigenen Aktien; dies könne nicht sein, meinte Frau Kostinek, die sich erinnerte, dass es im JA 2008 anders gewesen und die Gewinnrücklage in 2009 unverändert geblieben war. Er habe den Tag der HV gemeint, stellte der Vorstand klar. Der Ermächtigungsbeschluss über den Erwerb eigener Aktien, der teilweise kritisiert worden war, fand die volle Zustimmung des ICG. Frau Kostinek stellte mit Befriedigung fest, dass man die nun gesetzlich eingeräumten Möglichkeiten, die teilweise zur Intransparenz führen könnten, bei weitem nicht ausgeschöpft habe. Da man keine konkreten Pläne hätte, sei auch der 5-Jahreszeitraum völlig in Ordnung. Über 94% sprachen sich am Ende dafür aus.

06.05.2010: vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste AG - Kurzbericht zur HV

Frankfurt - Die Dividende von 4 cent/share, die die vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste AG (nur) an alle nach ihrer Rechtsauffassung Teilnahme- und Dividendenberechtigten zahlt, wertete der ICG e.V. als optimistisches Signal für die weitere Entwicklung der Gesellschaft. Beim Derivate-Portal Eniteo.de, einem nach ICG-Auffassung besonders zukunftsträchtigen Segment, hat vwd die Nase vorn, meinte Frau Kostinek.
Grundsätzlich befürwortet der ICG das Instrument des Erwerbs eigener Aktien. Nach der Formulierung des Beschlussvorschlages und dem möglichen Erwerb durch einen beauftragten Dritten befürchtet der ICG jedoch Eyjafjalla-Staubwolken der Intransparenz. Denn in diesem Fall sei den Aktionären die ohnehin nur mittelbare Aufsichtsmöglichkeit entzogen. Die Einbuchung der eigenen Aktien und die Gegenbuchung bei den Gewinnrücklagen könnte dann nicht mehr überprüft werden, da die Aktionäre nur die Einsicht in den Einzelabschluss der Gesellschaft hätten. Daraufhin erklärte der Vorstand, eine derartige Intransparenz abzulehnen.
Auf Nachfrage wies der Vorstand darauf hin, dass im Anhang die am Ende der Ziffer 11 dargelegten Kredite/Kreditsicherheiten bis 2013 verlängert seien. Die Frage nach einem cash-pool wurde verneint, aber es gäbe Darlehensgewährungen.
Die Sorge, dass Pensionsrückstellungen ein ständig schwerer werdender Rucksack sein könnten, konnte insoweit ausgeräumt werden, als für ab 01.01.2006 eingetretene Mitarbeiter keine Pensionszusagen mehr gemacht würden.
Vorstand und ICG waren sich einig, die Nichtnutzbarkeit von Verlustvorträgen aus der Verschmelzung der vwd GmbH auf die b.i.s. AG trotz vollständiger Fortführung ist nicht nachzuvollziehen und unlogisch. Alle Bemühungen darum seien jedoch letztendlich gescheitert. Stille Reserven seien da nicht entstanden.
Alle Redner begrüßten den Wunsch der Gesellschaft, den free-float, der derzeit ca. 7% beträgt, zu erhöhen.
Alle Beschlüsse gingen antragsgemäß durch.

30.04.2010: SGL CARBON SE - Kurzbericht Hauptversammlung

Wiesbaden - SGL CARBON hat sich mit einer Umsatzrendite von 9% vor Sondereffekten in der Krise behauptet. Nach Rückführung der Bankverbindlichkeiten und einem Verschuldungsgrad von 0,49 beträgt die Eigenkapitalquote 40%. Das Ergebnis des 1. Quartals hat das des Vorjahres noch übertroffen. "Carbon ist Zukunft", so das überzeugende Motto von SGL-Chef Koehler, der sich bankenmüde zeigte. Der ICG e.V. bestärkte ihn dabei, sich das für Wachstum benötigte Geld "direkt beim Kapital" zu holen, denn die Tagesordnung sah die Ermächtigung zur Begebung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen vor. Die konkrete Beschlussformulierung zum Erwerb eigener Aktien gehe jedoch zu weit, wenn die Ermächtigung auch für Konzerngesellschaften und Dritte gelten soll, meinte Frau Kostinek, die die Gefahr sah, dass Überwachungs- und Überprüfungsmöglichkeiten den Aktionären entzogen werden.

29.04.2010: Deutsche Postbank AG - Kurzbericht zur Hauptversammlung

Frankfurt - Bei der Deutschen Postbank AG gibt es keine toxischen Wertpapiere, keinen operativen Einfluss, kein besonderes Vetorecht der Deutschen Bank erklärte der Vorstand Jütte auf besorgte Fragen des ICG e.V. Auch Vereinbarungen oder Abstimmungen bei Konditionen, Margen und Aufschlägen gäbe es daher nicht zwischen den beiden Banken. Dennoch stellten die Angaben zu Interessenskonflikten bei weitem nicht zufrieden, beanstandete Frau Kostinek. "Strenge Kostendisziplin bleibt der zentrale Treiber für zukünftige Gewinne" war die ausweichende Antwort auf die Frage, wann mit einer Dividende zu rechnen sei. In 2009 habe man für 1€ Ertrag 0,92€ aufwenden müssen.

28.04.2010: Deutsche Post AG - Hauptversammlung

Frankfurt - Pro Aktie schüttet die Deutsche Post AG 0,60€ Dividende aus, das hat die Hauptversammlung beschlossen. Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis von 0,53€ je Aktie wurde jedoch ganz überwiegend, nämlich mit 0,36€, aus aufgegebenen Geschäftsbereichen verdient und resultierte nur zu 0,17€ aus fortgeführten Geschäftsbereichen, merkte der ICG e.V. besorgt an. Das von Frau Kostinek hinterfragte Ansteigen der Personalaufwandquote, trotz gesunkener Mitarbeiterzahlen und verringertem Personalaufwand, beruht auf dem Umsatzrückgang von 15%, der bei dieser Kennzahl nicht aufzufangen gewesen sei, erläuterte der Vorstand.
Eine Veröffentlichung der Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger hätte die HV-Vorbereitung erleichtert, meinte Frau Kostinek, der der angeforderte Einzelabschluss nicht übersandt worden war. Die Veröffentlichung werde ordnungsgemäß in den nächsten Tagen erfolgen, kündigte Herr Dr. Appel an.
Auf den Hinweis auf einen kleinen Text-/Schreibfehler beim Beschlussvorschlag zu TOP 6 (Erwerb eigener Aktien), den der ICG e.V. als sinnverändernd ansah, reagierte die Gesellschaft ebenso wenig, wie auf das Angebot, dies durch einen korrigierenden Gegenantrag gerade zu rücken.
Alle von der Verwaltung vorgeschlagenen Beschlüsse fanden am Ende die erforderliche Mehrheit.  

24.04.2010: GSC Portfolio AG + GSC Info und Beteiligungen AG

Düsseldorf - GSC Holding AG, so wird die GSC Info und Beteiligungen AG nach dem Willen der Hauptversammlung zukünftig heißen. Die Holding mit ihren mehrfach preisgekrönten Analysten Kränzle und Plumberger und den flächendeckenden HV-Berichten berät die GSC Portfolio AG, die auf ein sehr erfolgreiches 2009 zurückblicken kann und erneut Dax und SDAX schlagen konnte. Die durch den nunmehr Anfang Mai bevorstehenden Fonds-Start entstehende mögliche Konkurrenzsituation wurde vom ICG e.V. nach allen Seiten hinterfragt, hat doch die Holding ein denkbar schweres Jahr hinter sich. Frau Kostinek erläuterte das hinter der Satzungsänderung zum genehmigten Kapital liegende mögliche elegante Modell und seine strategischen Handlungsoptionen für gute und für schlechte Zeiten.

09.04.2010: Merck KGaA - Kurzbericht zur Hauptversammlung

Frankfurt - Mit dem Fokus auf Spezialitäten und Innovationen ist die Merck KGaA gut durch die Finanzkrise gekommen, so unser Eindruck. Dennoch reduzierte sich die Dividende aus Vorsorgegründen auf 1 €/Aktie. Satzungsgemäß lag die dafür erforderliche Feststellung des Jahresabschlusses bei der Hauptversammlung. Das verlangt den Aktionären eine eigene Prüfung ab, meinte Frau Kostinek. Die ICG-Vorsitzende sah sich zu einer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses außerstande, da die Liste des Anteilsbesitzes, bei der es sich nach §285 Nr. 11 HGB um eine Pflichtangabe des Anhangs handelt, nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht worden war. Die Gesellschaft bestätigte die ordnungsgemäße Erstellung und der Wirtschaftsprüfer deren Prüfung. Einsicht in den Prüfungsbericht wurde aus Datenschutzgründen nicht gewährt.
Breiten Raum nahm das anhängige BaFin-Verfahren, wegen der Verletzung von anlegerschützenden Regeln. Die Organe gaben sich trotz vorliegender gerichtlicher Äußerung uneinsichtig, sie lehnten verschiedene rein formale Bestimmungen als unsinnig ab. Der Vorstandsvorsitzende erklärte, keine Angst vor dem BaFin zu haben. Diese Gutsherrenart mag es gewesen sein, die am Ende zu einem gerade noch auskömmlichen Entlastungsergebnis von ca. 56% führte.
Auf ICG-Nachfrage gab Herr Reckmann zu der anstehenden Akquisition Millipore außergewöhnlich umfassend positive und vielversprechende Auskunft. Wenn die Millipore-Aktionäre und die Kartellbehörden zustimmen, werde keine Kapitalerhöhung erforderlich sein, da sich das Investment durch komplementäre Ergänzung von Anfang an rechne und "selbst bezahle". So würden auch für die Aktionäre Wertsteigerungen erschlossen. Arbeitsplätze in Deutschland würden nicht wegfallen.
Fragen zur Kriminalprävention, einem Satzungsthema des ICG, mochte der Vorstandsvorsitzende nicht beantworten, "aus gegebenem Anlass", absolute Sicherheit sei nicht zu erlangen.
Den Gegenantrag zur Satzungsänderung, mit dem Frau Kostinek sich bemüht hatte, zukünftige Risiken zu verringern, machte sich die Gesellschaft nicht zu eigen. Externe Beratung habe man dazu nicht in Anspruch genommen. Sollten sich diese Risiken konkretisieren, könnte der Gegenantrag Haftungsrelevanz erlangen.

24.03.2010: ISRA VISION AG - Präsentation eines gut geführten Unternehmens

Darmstadt - 25 Jahre Isra Vision AG und 10 Jahre an der Börse waren für das Unternehmen Grund zum Feiern. Was die Aktionäre zusätzlich freute, sie erlebten eine Gesellschaft, die erfolgreich die Krise gemeistert hat. Die Dividendenzahlung bleibt deshalb unverändert. Der AR-Vorsitzende Dr. Wiedenhues berichtete ausführlich und souverän. In der Anerkennung der Leistung des Managements war sich die Versammlung weitgehend einig. Die Beschlussvorschläge der Verwaltung fanden die Zustimmung des ICG e.V. und der anwesenden Aktionäre. Auf die Angaben zur Vorstandsvergütung wollten die Aktionäre jedoch nicht verzichten. Ein erfreulicher Verlauf der Hauptversammlung, so die Einschätzung des Vertreters der Investors Communication Group.

01.03.2010: ricardo.de AG – Gerichtliche Überprüfung der Angemessenheit der angebotenen Barabfindung beantragt

Hamburg – Die außerordentliche Hauptversammlung der ricardo.de AG, vom 27. Mai 2008, hat die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Gesellschaft auf die Hauptaktionärin, die Tradus Ltd., London, Vereinigtes Königreich, die mit mehr als 95 % unmittelbar und mittelbar an der Gesellschaft beteiligt ist, gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung gemäß § 327a AktG beschlossen. Der Übertragungsbeschluss wurde am 11. Dezember 2009 in das Handelsregister Hamburg eingetragen. Die Tradus Ltd., London, Vereinigtes Königreich, hat sich gemäß § 327b AktG verpflichtet, den aufgrund der Übertragung ausgeschiedenen Aktionären der ricardo.de AG eine Barabfindung von EURO 14,10 je auf den Inhaber lautende Stückaktie der ricardo.de Aktiengesellschaft zu zahlen.

Die Investors Communication Group e.V. hat einen Antrag auf gerichtliche Überprüfung der Angemessenheit der Barabfindung beim Landgericht Hamburg, Kammer für Handelssachen, gestellt. Nach Ansicht des ICG e.V. wurde die Abfindung zum Nachteil der ausgeschiedenen Minderheitsaktionäre zu niedrig bemessen.

Für den Fall, dass im Rahmen der gerichtlichen Nachprüfung der Barabfindung gemäß § 327f AktG für die im Rahmen der Übertragung ausgeschiedenen Aktionäre der ricardo.de Aktiengesellschaft, Hamburg, rechtskräftig eine höhere als die festgelegte Barabfindung bestimmt wird, wird diese höhere Barabfindung allen Aktionären der Gesellschaft gewährt werden, deren Aktien infolge der Eintragung des Übertragungsbeschlusses auf die Tradus Ltd., London, Vereinigtes Königreich, übergegangen sind.

16.02.2010: Ehlebracht AG - außerordentliche Hauptversammlung

In der a.o. HV ist es der Ehlebracht AG gelungen, die Stimmrechte zahlreicher Aktionäre zu mobilisieren. Sie wurden in großem Umfang über einen von der Gesellschaft bezahlten PR-Dienstleister wahrgenommen. Demzufolge setzten sich die Verwaltungsvorschläge durch. Die Abwahl zweier gut bezahlter Aufsichtsräte wurde so verhindert.
Zu Beginn der HV hatte die ICG-Vorsitzende sich darum bemüht, eine Annäherung zwischen Gesellschaft und Großaktionär zum Wohle aller Aktionäre zu erreichen. Während Herr Treichel, Vorstand der Großaktionärin Vestcorp AG, dem Appell von Frau Kostinek teilweise folgte, und z.B. einen neuen AR-Kandidaten benannte, ging die Gesellschaft selbst mit keiner Silbe auf diesen Moderationsversuch ein und verweigerte auch auf Nachfrage jede Stellungnahme dazu. Man war sich offensichtlich in Kenntnis der Stimmrechtsweisungen von Anfang an sicher. Dies zeigte sich auch bei der nur oberflächlichen Fragenbeantwortung. Zu den Vorwürfen unberechtigter Zahlungen an die Abwahlkandidaten berief sich der Vorstand, nach Vorhalten zur eindeutigen Rechtsprechung durch die Aktienexpertin Frau Steeg, auf Verjährung.

06.01.2010: Powerbags AG - Schlecht vorbereitete Hauptversammlung und wahrscheinliche Anfechtungen

Berlin - Die lange erwartete Hauptversammlung war nach Eindruck des Vertreters des ICG e.V. und anderer Teilnehmer nicht nur schlecht vorbereitet, sie offenbarte auch nur ein Bemühen der Gesellschaft nach Pflichterfüllung. Abstimmungen gab es nur zu den Entlastungen für 2007. Weitere geplante Beschlüsse wurden von der Gesellschaft nicht zur Abstimmung gestellt. Die Antworten auf die zahlreichen und detaillierten Fragen von Frau Kostinek konnten teilweise nicht überzeugen. Sie können im Forum plaza (für ICG-Mitglieder) nachgelesen werden. Kurzeinschätzung: Beispiel dafür, wie es nicht sein sollte. Anfechtungen sind wahrscheinlich.

21.12.2009: LHS AG - Squeeze-out mit Stimmenmehrheit des Hauptaktionärs beschlossen

Frankfurt - Knapp 20 Teilnehmer, hatte die außerordentliche Hauptsammlung der LHS AG, die den squeeze out nach 5 1/2 Stunden erwartungsgemäß mit der Übermacht des Hauptaktionärs beschloss. Die Anzahl der Aktionäre und der Berater schien sich die Waage zu halten. Die Investors Communication Group e.V., vertreten durch Rechtsanwältin M. Kostinek, beanstandete die Verletzung von § 51 HGB bei der Gewährleistungserklärung der Commerzbank. Die Bilanzsumme sei in Sichtweite des Squeeze-out ohne Not aufgebläht worden. Erforderliche Bereinigungen seien fehlerhaft unterblieben, beanstandete Frau Kostinek weiter. Alle Redner monierten den der Abfindung zugrundegelegten Börsenkurs als nicht heranziehbar, da im maßgeblichen Zeitraum sehr wenig Handel stattgefunden habe. Alle Redner erklärten Widerspruch zu Protokoll. Mit einem Spruchverfahren ist daher zu rechnen.

30.09.2009: MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA - Konzernumbau gelungen

Frankfurt - Eine komplexe 59-seitige Tagesordnung erwartete, in der Frankfurter Nationalbibliothek, die rund 25 Teilnehmer der HV. Die Gesellschaft, die Investor Relation und Transparenz großschreibt, hatte alles auf den Tisch gelegt, um die schlankere und einfache Struktur beschließen zu lassen. Im Bericht überraschten die Geschäftsführer Faè und Rüster mit ungewöhnlich guter Renditeperformance in Deutschland. Risikopositionen in Osteuropa waren bilanzwirksam abgebaut worden. Der ICG-Vorstand Marion Kostinek begrüßte die gewählte Exitlösung. Ihre Fragen betrafen u.a. die Vorteilhaftigkeit der zum Konzernumbau gewählten Doppelstock-Konstruktion. Ist das Verhandlungsergebnis bis zu 4,5 Mio € günstiger als bei Anwendung durchaus üblicher Parameter, wollte sie wissen und bezog sich dabei auf die ausliegenden Unterlagen. Der AR-Vorsitzende Prof. Schaffer wies auf die Einbringung seiner Erfahrung in Bewertungsfragen hin, und Herr Faè bestätigte die Vermutung im Ergebnis. Frau Kostinek stellte einen Gegenantrag zu TOP 10 - Erwerb eigener Aktien - die die Umwandlung und die Aufhebung es bestehenden Beschlusses zum Erwerb eigener Aktien betrafen. Diesen machten sich die die Organe zu eigen und bedankten sich für die Hinweise. Alle Anträge der Verwaltung gingen mit hoher Zustimmung durch.

01.09.2009: P & I Personal & Informatik AG - Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte

Wiesbaden - Die Aktionäre der P&I AG können sich freuen, so die Einschätzung von Marion Kostinek von der Investors Communication Group e.V. Die Gesellschaft besticht u. a. durch ihre außergewöhnliche Liquidität. Da wundert es nicht, dass Axxion und erneut Carlyle sich hier als Aktionäre positioniert haben. Für den Grund des Abwahlantrags gegen den bisherigen AR-Vorsitzenden zeigte sich der ICG e.V. interessiert. Vorwürfe wurden keine laut, das Netzwerk von Herrn Plönzke wurde gelobt. Der später an dessen Stelle gewählte Dr. Heidel wies bei seiner Vorstellung auf die aktienrechtliche Option hin, dass die HV ein neues AR-Mitglied wählt. Plönzke selbst ergriff dazu das Wort: Neue Aktionäre wollen sich eben im AR vertreten sehen, meinte er. Mit Dr. Heidel, der auf seine Unabhängigkeit hinwies, kommt ein ausgesuchter Fachmann in das Aufsichtsgremium. Bei den Abstimmungen unterlief dem abgewählten ARV Plönzke zunächst ein Versehen. Frau Kostinek beanstandete unverzüglich den fehlerhaft verlesenen – zu hohen- Dividendenantrag, so dass - nach kurzer Überprüfung durch die Rechtsberater - der korrekte Antrag unmittelbar zur Abstimmung gestellt werden konnte.

28.08.2009: Dubai Oasis Capital AG - Knapp positives Ergebnis 2008

Düsseldorf - Die Finanzkrise, auch in Dubai nicht spurlos vorüber gegangen, führte zu einem knapp positiven Ergebnis 2008 der Gesellschaft. Man strebe an, die Dividendenzahlungen baldmöglichst wieder aufzunehmen. Der Wert der Immobilien der Dubai Oasis Capital AG konnte nicht wie geplant gehalten werden, wie Vorstand Christian Beikert auf der Hauptversammlung berichtete. Dies sei jedoch nur zu Lasten stiller Reserven gegangen. Die Gesellschaft erwartet, die sich in hervorragender Lage befindlichen Immobilien nach Fertigstellung im Dezember 2009 zeitnah unter Realisierung einer Eigenkapitalrendite von 10-15% veräußern zu können. Auf Nachfrage der Investors Communication Group e.V. erfolgt die Fertigstellung plangemäß, eine Vermietung sei nicht beabsichtigt. Alle Beschlüsse der HV wurden antragsgemäß gefasst.

27.08.2009: PrimaCom AG - Bericht von der HV

Berlin - Der Eindruck des ICG e.V. von der diesjährigen Hauptversammlung der PrimaCom AG ist, dass die Gesellschaft klar erkennbare operative Verbesserungen auf den Weg gebracht hat. Dennoch ist dabei viel auf der Strecke geblieben, fand Marion Kostinek von der Investors Communication Group e.V., die erneut den Organen genau auf die Finger gesehen hatte. Sie beanstandete u.a., dass die Hauptversammlungsunterlagen ohne entsprechenden Hinweis ausschließlich in Berlin ausgelegen sind, nicht jedoch am Sitz der Gesellschaft in Mainz. Hauptkritikpunkt von Frau Kostinek war jedoch eine Kreditvertragsbedingung, nach der u.U. ohne Zustimmung der Bank den Aktionären die Dividende zu versagen sei. "Nicht die Banken entscheiden über die Dividende, sondern die Hauptversammlung – wenn der Jahresabschluss es hergibt", so die Position von Frau Kostinek. Wo Banken die (Geschäfts-)Führung übernehmen, sollten sie auch für ihr Tun haften, forderte der ICG e.V.

26.08.2009: Diskus Werke AG - Von Aktionären selten nachgefragt

Frankfurt - Die zahlreichen Fragen des ICG e.V. vor und in der Hauptversammlung der Diskus Werke AG schienen ungewohnt. Im Schwerpunkt ging es um das durch Vergleich beendete Anfechtungsverfahren, den Lagebericht und die Bilanz des Unternehmens. Frau Kostinek, als Vertreterin der Investors Communication Group e.V., zeigt sich jedoch hartnäckig in der Diskussion und forderte präzise Antworten ein. Desweiteren wies der ICG e.V. erfolgreich auf Schwachpunkte in der HV-Organisation und -durchführung hin, die im Kontrast zum operativ professionell geführten Unternehmen standen. Die zu Protokoll gegebene Frage nach den exakten Kosten für den Gesamtaufwand des Anfechtungsverfahrens wurde mit Schreiben der Gesellschaft auf genau 12.849,61 € beziffert.

24.08.2009: Reality Capital Partners AG - zukünftig Cybits Holding AG

Frankfurt - In der diesjährigen ordentlichen Hauptversammlung war das Abschmelzen von Liquidität des Unternehmens eines der Themen. Die Gesellschaft wollte dem durch Nichtbesetzung von 3 satzungsmäßig vorhandenen Aufsichtsratsmandaten begegnen. Mehrere Aktionäre rügten dies als Satzungsverstoß und forderten eine Besetzung der Vakanzen durch Wahl durch die Hauptversammlung.
Auf Nachfrage der Vertreterin der Investors Communication Group e.V., Frau Rechtsanwältin Marion Kostinek, wurde in der HV bestätigt, dass - zum Erstaunen des Aktionariats - die WCM unverändert 4,3 % an der Gesellschaft halte.
Nach gravierenden Bedenken des ICG e.V. lehnte die Hauptversammlung die vorgeschlagene Satzungsänderung ab, die schützende Mitteilungspflichten nach § 27 a WpHG zu Zielen und der Mittelherkunft bei Beteiligungen ab 10 % außer Kraft gesetzt hätten.

25.06.2009: Klöckner-Werke AG - Stimmrechtsmitteilungen unter der Lupe

Frankfurt - Dividende gab es diesmal nicht zu verteilen, im über 100 Jahre alten Traditionsunternehmen, das seit einiger Zeit vom Mehrheitsaktionär Salzgitter AG dominiert wird. Die Investors Communication Group e.V. hatte daher deren Stimmrechtsmitteilungen unter die Lupe genommen. Marion Kostinek, die den ICG e.V. in der HV am 25. Juni 2009 erneut vertrat, sah einige Ungereimtheiten in den Stimmrechtsmitteilungen des Großaktionärs. Der Vorstand bestätigte jedoch die uneingeschränkte Stimmberechtigung der Salzgitter AG in der HV 2008 und 2009. Ein Squeeze-out stünde nicht auf der Agenda hieß es auf Nachfrage. Die Kapitalerhöhung aus 2008 um ca. 42,6 Mio € war ein weiterer Fragenkomplex des ICG e.V. Aus Kostengründen sei kein Antrag gestellt worden, diese neuen Aktien zum regulierten Markt zuzulassen, erläuterte die Gesellschaft. WCM wurde wie schon in den Vorjahren von mehreren Aktionären thematisiert. Man erwarte bei WCM eine Insolvenzquote von 3-6 %, prognostizierte Herr Flach.

29.05.2009: Drillisch AG - Sonderprüfungsantrag des ICG e.V. nicht zugelassen

Frankfurt - Die Ausrichtung des Unternehmens, wie auf der HV dargestellt, konnte die Investors Communication Group e.V. überzeugen. Eine Besonderheit ist jedoch zu vermerken: Dem ICG e.V. ging versehentlich eine Eintrittskarte über 2,6 Mio Stimmen zu, ohne unterzeichnete Vollmacht. Auf Nachfrage hatte ein Beauftragter des Stimmberechtigten telefonisch erklärt, bereits abgestimmt zu haben und daher die Eintrittskarte auch nicht zu benötigen. Dies aufzuklären, sollte Inhalt eines vom ICG e.V. gestellten Sonderprüfungsantrags sein, der jedoch nicht zur Abstimmung zugelassen wurde. Die Eintrittskarte über die 2,6 Mio Stimmen übergab Frau Kostinek, während ihres Redebeitrags, dem Notar in der Hauptversammlung. Die Stimmen wurden gegen den Protest des ICG e.V. zur Abstimmung zugelassen und wohl durch den Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft vertreten.

16.05.2009: Solarparc AG - Hohe Projektrenditen erwartet

Bonn - Die Investors Communication Group e.V. war bei der Hauptversammlung der Solarparc AG erstmals vertreten. Bemängelt wurde von Frau Kostinek, dass der Einzelabschluss nicht auf der Homepage der Gesellschaft abrufbar gewesen war. Auf Anregung des ICG e.V. wurde der Abhängigkeitsbericht während der HV ausgelegt. Berichte und Ausblick des Vorstands wurden überzeugend vorgetragen und lassen überraschend gute Projektrenditen erwarten.

30.11.2008: Mitgliederversammlung stärkt den Verbraucherschutz mit Satzungsergänzung

Frankfurt - Die Investors Communication Group e.V. (ICG) hat auf Ihrer 2. Mitgliederversammlung 2008 in Pulheim die bisherigen Vorstandsmitglieder Holger Mehler und Martin Langer für 2 weitere Jahre wiedergewählt. Neben dem Bericht des Vorstands und einer lebhaften Diskussion aktueller Themen wurde an wichtiger Stelle die Satzung des ICG e. V. einstimmig ergänzt. Der ICG e. V. wird zukünftig den Anlegerschutz verstärken: Verbraucherschutz und Kriminalprävention sind nun in die Satzung aufgenommen. Nach der Bestätigung durch das Vereinsregister wird die überarbeitete Satzung als Download verfügbar sein. Nähere Informationen dazu folgen.

30.07.2008: Neues AR-Mitglied bei CBB

Köln - Das Amtsgericht Köln hat dem Investors Communication Group e.V. (ICG) in "der Handelsregistersache der CBB Holding AG i.L." seine Entscheidung vom 30.07.2008 mitgeteilt, auf Antrag des Vorstands der Gesellschaft den Aufsichtsrat durch Beauftragung des Herrn Udo Spütz anstelle des früheren Aufsichtsratsmitgliedes Dr. Ottokarl Finsterwalder zu ergänzen. Das Mandat endet nach dem Beschluss des Amtsgerichts spätestens mit dem Ablauf der nächsten ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft.

Dem Antrag des Vorstands war ein gemeinsamer Antrag von ICG und Herrn Martin Langer, dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des ICG, vorausgegangen. Zwar ist das Gericht unserem Vorschlag auf gerichtliche Bestellung von Herrn Langer nicht gefolgt, erklärte klare Priorität war jedoch von Anfang an die Ergänzung des Aufsichtsrats um einen geeigneten Nachfolger für den ausgeschiedenen Herrn Dr. Finsterwalder.

Das Gericht hat aus unserer Sicht letztendlich am 30. Juli 2008 eine insgesamt sehr ausgewogene Entscheidung getroffen und sein Ermessen völlig fehlerfrei ausgeübt. Wir freuen uns, dass damit auch das Ziel der ICG im Ergebnis erreicht ist. Mit Herrn Udo Spütz kommt ein Börsenhändler i.R. mit langjähriger unternehmerischer Erfahrung in den Aufsichtsrat, der in mehreren weiteren Aufsichtsratsgremien tätig ist. Wir wünschen ihm für seine neue Aufgabe eine glückliche Hand zum Wohle der Gesellschaft und aller Aktionäre.

Der Investors Communication Group e.V. ist seit drei Jahren im Anlegerschutz tätig und finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich.
Die Mitglieder des ICG können den vollständigen Text des Beschlusses im ICG-Forum plaza nachlesen.
Investors Communications Group e.V.- Marion Kostinek - Martin Langer - Holger Mehler

31.03.2008: Realtos AG - Antrag auf Bestellung von 3 Aufsichtsratsmitgliedern

Düsseldorf - Der Investors Communication Group e.V. (ICG ) hatte zusammen mit weiteren Aktionären der Realtos Grund- und Beteiligungs AG beim Amtsgericht München, Registergericht, einen Antrag gestellt auf Bestellung von drei Aufsichtsratsmitgliedern.

Am 11.03.2008 hat das Gericht nun antragsgemäß den Aufsichtsrat bestellt.

Herr Tino Hofmann wurde mit Beschluss des Aufsichtsrates vom 20.03.2008 zum Vorstand bestellt. Er hat das Mandat angenommen. Damit endet das Mandat des Notvorstands Andreas Arndt.

14.10.2007: CBB AG i.I.  -  Symbolische Unterstützung der CBB durch freiwillige Leistung

Düsseldorf - Der  Investors Communication Group e.V. (ICG) möchte zur Unterstützung der Bemühungen um die CBB Holding AG als deren Aktionärin ein positives Zeichen setzen und wird daher der Gesellschaft einen eher symbolischen Beitrag als Liquidität zur Verfügung stellen. Wir halten es für denkbar, dass andere Aktionäre unserem Beispiel aufgrund eigener Entscheidung folgen werden.
Wir haben dies dem Insolvenzverwalter vor gut zwei Monaten schriftlich mitgeteilt mit der Bitte, uns ein Konto zu benennen, auf das wir die Überweisung vornehmen können. Gleichzeitig haben wir um die Erlaubnis gebeten, dieses Konto auch anderen Aktionären auf deren Nachfrage in diesem Zusammenhang nennen zu dürfen. Nunmehr liegt uns die Antwort des Insolvenzverwalters vor. Er  bestätigt, grundsätzlich keinerlei Bedenken gegen eine freiwillige Leistung von Aktionären  zur Liquiditätssicherung zu haben, es sei ein sicherlich sehr ehrenhaftes Angebot. Die erbetene Bankverbindung wurde uns benannt. Herr Dr. Niering weist darauf hin, dass mit der Zahlung der Aktionäre keine Zusicherungen seinerseits oder gesonderte Rechte im Insolvenzverfahren gebunden werden könnten. Der ICG und seine Vorstandsmitglieder werden symbolische Beträge als freiwillige Leistung in der Hoffnung überweisen, dass der CBB Holding AG damit der Weg eröffnet wird, z.B. Pflichten wie Bekanntmachungen erfüllen zu können. Interessierte Aktionäre können die Bankverbindung beim ICG erfragen.

30.09.2007: CBB AG i.I.  -  ICG beantragt gerichtliche Bestellung eines AR Mitgliedes

Düsseldorf - Der Investors Communication Group e.V. hat gemeinsam mit einem Kleinaktionär gemäß § 104 Abs. 2 AktG die gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitgliedes für die Gesellschaft CBB Holding AG i.I. mit Sitz in Köln beantragt. Der Antrag wurde bereits unter dem 01. September 2007 gestellt und richtet sich darauf, für den durch Zeitablauf aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Herrn Dr. Ottokarl Finsterwalder, Wien, Österreich einen Nachfolger zu bestellen. Die Antragsteller haben vorgeschlagen, die vakante Position mit Herrn Martin Langer, Dipl. Psychologe aus Stuttgart zu besetzen. Herr Langer ist erfahrener Unternehmensberater und ehrenamtlich 2. Vorsitzender des ICG. Der Vorstand des ICG geht davon aus, dass das Gericht zunächst eine Stellungnahme der Gesellschaft einholt.

18.07.2007: Datapharm Netsystems AG

Düsseldorf - Die Hauptversammlung der DATAPHARM Netsystems AG, Germering, hat am 13. Juli 2007 Frau Rechtsanwältin Marion Kostinek, Frankfurt am Main, die 1. Vorsitzende des Investors Communication Group e.V., zur Nachfolgerin des ausgeschiedenen Ulrich Drumm gewählt. Zu ihrem Ersatzmitglied wurde Herr Tino Hofmann, Berlin, gewählt.

05.04.2007: ce Global Sourcing - Entscheidung das Landgerichts München I (Az: 5HK O 15964/06)

München - Im Verfahren des ICG e.V. gegen die ce Global Sourcing AG hat das Landgericht München I die Beschlüsse der ordentlichen Hauptversammlung vom 03.08.2006 über die Entlastung von Vorstand (TOP 2) und Aufsichtsrat (TOP 3) für nichtig erklärt. Das Landgericht München führt in seinen Entscheidungsgründen an, dass die Dokumentation des Früherkennungssystems zu den zentralen Aufgaben des Vorstandes im Anwendungsbereich von §91 Abs. 2 AktG und der in dieser Vorschrift zum Ausdruck kommenden Bestandssicherungsverantwortung gehört. Ebenfalls erkannte das Gericht auf Gesetzesverstoß im Sinne des §243 Abs. 1 AktG, dass der Bericht des Aufsichtsrats nicht den an ihn zu stellenden Anforderungen entspricht. Einzelheiten zum Urteil können ICG-Mitglieder im Forum plaza nachlesen.

01.03.2007: Datapharm Netsystems AG - Einberufungsverlangen einer ao HV

Düsseldorf - Am Donnerstag, den 01.03.2007, hat der ICG e.V. - gemeinsam mit weiteren Aktionären - ein Einberufungsverlangen zu einer außerordentlichen Hauptversammlung nach § 122 AktG an den Vorstand der Datapharm Netsystems AG gerichtet. Verlangt werden als Tagesordnungspunkte der Bericht des Vorstands und des Aufsichtsrats zur Lage der Gesellschaft sowie Wahlen zum Aufsichtsrat. Die gesetzte Frist, innerhalb der die Einladung ordnungsgemäß zu erfolgen hat, läuft am 19.03.2007 ab.

23.01.2007: Realtos - Ermächtigung zur Einberufung zur HV

Düsseldorf/München - Das Amtsgericht München hat in der Handelsregistersache Realtos Grund- und Beteiligungs AG, Sitz Ammerland, Gde. Münsing am 30.10.2006 gemäß § 122 Abs. 3 S. 1 AktG beschlossen, dass der ICG und weitere Antragsteller ermächtigt werden, eine Hauptversammlung der Gesellschaft einzuberufen.

13.11.2006: ce Global Sourcing - Anfechtungsklage 21.12.2006, München

Düsseldorf -  Wie im elektronischen Bundesanzeiger durch das Unternehmen veröffentlicht wurde, findet am 21.12.2006 um 10 Uhr in München die mündliche Verhandlung zur Anfechtungsklage zur HV vom 03.08.2006 statt. Der ICG hatte im Namen mehrerer Mitglieder gemeinsam mit weiteren Aktionären Anfechtungsklage gegen die Beschlüsse über die Entlastung des Vorstandes sowie des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2005 erhoben.

13.11.2006: ICG e.V. - Mitgliederversammlung wählt Vorstand

Düsseldorf/Pulheim - Auf seiner Mitgliederversammlung am 11.11.2006 in Pulheim haben die Mitglieder des ICG e.V. neben zahlreichen strategischen Entscheidungen auch neue Vorstandsmitglieder gewählt.

25.09.2006: Realtos - Antrag auf Ermächtigung zur Einberufung einer HV bei Amtsgericht gestellt

Düsseldorf -  Der Investors Communication Group e.V. (ICG) hat beim Amtsgericht München zusammen mit zwei weiteren Aktionären Antrag auf Erteilung einer Ermächtigung nach § 122 Abs. 3 Satz 1 AktG gestellt.

04.09.2006: ce Global Sourcing - Anfechtungsklage auf den Weg gebracht

Düsseldorf -  Der ICG e.V. ficht mit seiner eingereichten Klage die Beschlüsse zur Entlastung von Aufsichtsrat und Vorstand der letzten Hauptversammlung vom 03.08.2006 in München an. Nach Ansicht des Vereins wurden unter anderem bei den Themenkomplexen Jahresabschluss, Rechnungswesen inkl. Risikomanagementsystem und bei der den Aktionären gegenüber bestehenden Berichts- und Offenlegungspflicht grobe Regelverstöße begangen. Es wurden aber auch Vorgänge um die außerordentliche Hauptversammlung vom 07.12.2005 thematisiert.

18.08.2006: Realtos - Einberufungsverlangen einer ao HV

Düsseldorf - Der ICG e.V. hat - gemeinsam mit weiteren Aktionären - ein Einberufungsverlangen zu einer außerordentlichen Hauptversammlung nach § 122 AktG an den Vorstand der Realtos Grund- und Beteiligungs AG gerichtet. Verlangt werden als Tagesordnungspunkte der Bericht des Vorstands und des Aufsichtsrats zur Lage der Gesellschaft und Wahlen zum Aufsichtsrat. Weiterhin wird eine Satzungsänderung im Hinblick auf die Vorgaben gemäß UMAG angeregt. Die gesetzte Frist, innerhalb der die Einladung ordnungsgemäß zu erfolgen hat, läuft am 18.09.2006 ab.

29.06.2006: CBB Holding AG - Kurzbericht Gläubigerversammlung

Düsseldorf -  Am Vormittag des 28. Juni 2006 fand beim Amtsgericht Köln die ca. 75-minütige Gläubigerversammlung der CBB Holding AG statt. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft waren persönlich nicht erschienen. Die Investors Communication Group e.V. (ICG) hat im Rahmen von gläubigerseitigen Vollmachten und Weisungen daran teilgenommen.

24.06.2006: CBB Holding AG - Gläubigerversammlung am 28.06.06

Düsseldorf - Wie uns das Amtsgericht Köln auf Nachfrage mitteilte, findet die Gläubigerversammlung der CBB Holding AG (Insolvenzverfahren 71IN45/06) am 28.06.06 statt.

13.06.2006: Datapharm Netsystems AG - ICG e.V. nimmt an HV teil

Düsseldorf - Auch in diesem Jahr wird der ICG e.V. an der Hauptversammlung der DATAPHARM Netsystems AG am 07.07.2006 im Germering teilnehmen.  Interessierte Aktionäre können ihre Stimmrechte nach Erhalt der Eintrittskarte(-n) per Vollmacht auf den ICG e.V. übertragen. Natürlich können Sie uns Ihre Fragen an die Organe des Unternehmens gern rechtzeitig per Fax oder eMail zuleiten.

31.05.2006: DEAG Entertainment AG HV - Der ICG e.V. nimmt teil

Düsseldorf - Der ICG e.V. wird an der Hauptversammlung der DEAG Entertainment AG am 16.06.2006 teilnehmen. Interessierte Aktionäre können ihre Stimmrechte nach Erhalt der Eintrittskarte(-n) per Vollmacht auf den ICG e.V. übertragen. Natürlich können Sie uns - bitte mindestens 4 Tage vor der Hauptversammlung - Ihre Fragen an die Organe der DEAG Entertainment AG per Fax oder eMail zuleiten.

19.05.2006: Mediasource AG HV - AR gewählt, Satzung beschlossen

Düsseldorf - Am 15.05.2006 nahm der ICG e.V. - vertreten durch seine Vorstandsvorsitzende Marion Kostinek - im Auftrag einiger Aktien haltender Mitglieder an der ordentlichen Hauptversammlung der Mediasource AG (WKN 539190) in Düsseldorf teil.
Das ICG  HV-Telegramm:
Der Aufsichtsrat wurde wie vorgeschlagen gewählt. Alle Entlastungen wurden versagt. Nachdem der ICG e.V. bereits im Vorfeld der HV die Organe der Gesellschaft auf einige "kritische Elemente" der Satzung aufmerksam gemacht hatte, wurde auch die abgeänderte Satzung beschlossen. Die Gesellschaft soll als Mantel für einen Interessenten zur Verfügung gestellt werden. In der Generaldebatte konnten einige Fragen der Aktionäre geklärt werden, andere wurden als unbeantwortet zu Protokoll gegeben. Anfechtungen sind bisher nicht bekannt.

10.05.2006: CBB Holding AG - Antrag auf Ermächtigung zur aoHV zurückgewiesen

Düsseldorf/Köln - Wie uns heute zuging, hat das Amtsgericht Köln mit Beschluss vom 28.04.2006 den Antrag des ICG e.V. auf Ermächtigung zur Durchführung einer außerordentlichen Hauptversammlung der CBB Holding AG (WKN 544400) zurückgewiesen.

12.04.2006: CBB Holding AG - ao HV am 24.04.06 abgesagt

Düsseldorf/Köln - Wie heute im elektronischen Bundesanzeiger (www.ebundesanzeiger.de) veröffentlicht wurde, ist die außerordentliche Hauptversammlung am 24.04.2006 vom Vorstand der CBB Holding AG aus Kostengründen abgesagt worden.

05.04.2006: Niering Insolvenzverwaltungen - Insolvenzverfahren über CBB Vermögen eröffnet

Düsseldorf/Köln - Über das Vermögen der CBB Holding AG (WKN 544400) ist laut Pressemitteilung der Niering Insolvenzverwaltungen das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Amtsgericht Köln, Az: 71 IN 45/06.

04.04.2006: CBB Holding AG - Insolvenzverfahren eröffnet

Düsseldorf/Köln - Wie das Amtsgericht Köln heute auf Anfrage mitteilte, wurde das Insolvenzverfahren über die CBB Holding AG (WKN 544400) eröffnet. Das Aktenzeichen lautet 71 IN 45/06 beim Amtsgericht Köln.

15.03.2006: CBB Holding AG - ICG Zwischenbericht zur ao HV

Düsseldorf - Der ICG e.V. informiert über den aktuellen Stand der Dinge im Hinblick auf eine Hauptversammlung der CBB Holding AG.

15.03.2006: ICG e.V. organisiert "Bezugsrechtebörse" für ce Global Sourcing AG

Düsseldorf/München - Der ICG e.V. bietet als Service für Aktionäre und Interessenten der ce Global Sourcing AG (WKN 508222) eine Plattform zum Bezugsrechtetausch. Im Zeitraum zwischen dem 15. und 28.03.2006 besteht die Möglichkeit, mit einem einfachen Online-Formular seinen Bedarf oder Überschuss an Bezugsrechten mitzuteilen. Der ICG bemüht sich dann, Interessenten "zusammenzuführen".

01.03.2006: CBB Holding AG - Verschiebung der aoHV auf 24.04.06

Wie das Unternehmen auf seiner Web-Site (www.cbb-holding.de) informiert, wird die außerordentliche Hauptversammlung nicht am 31.03.06 im Hotel Maritim Köln, sondern am 24.04.06 im Dorint Kongress-Hotel Köln stattfinden. Die Tagesordnung bleibt unverändert.

01.02.2006: ce CONSUMER ELECTRONIC AG startet gerichtliches Freigabeverfahren

Wie das Unternehmen am 01.02.06 auf seiner Web-Site (www.consumer.de) informiert, wurde heute beim Landgericht München ein Freigabeverfahren zur kurzfristigen Umsetzung der auf der ao HV beschlossenen Kapitalmaßnahmen eingeleitet.

27.01.2006: CBB Holding AG - Antrag auf Insolvenzverfahren gestellt

Wie das Unternehmen auf seiner Web-Site (www.cbb-holding.de) informiert, hat die CBB Holding AG am 26.01.2006 beim Amtsgericht Köln Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

18.01.2006: CBB Holding AG - Einladung zur aoHV nicht ordnungsgemäß

Düsseldorf - Der ICG e.V. weist darauf hin, dass die Einladung der CBB Holding AG zur ao HV für den 31.03.06 nach dem Ergebnis einer anwaltlichen Überprüfung nicht ordnungsgemäß erfolgt ist. Nach Intervention des ICG e.V. erfolgte eine korrigierende Bekanntmachung im Gesellschaftsblatt. Der ICG e.V. vertritt allerdings unverändert die Auffassung, dass bisher keine ordnungsgemäße
Einberufung der außerordentlichen Hauptversammlung für den 31.03.06 vorliegt.

07.01.2006: CBB Holding AG - Einladung zur aoHV am 31.03.2006

Die CBB Holding AG hat aufgrund des Verlangens des ICG e.V. bzw. der von ihm vertretenen Minderheitsaktionäre gemäß § 122 AktG (der ICG e.V. berichtete) nun mit Veröffentlichung vom 05.01.06 im elektronischen Bundesanzeiger zu einer außerordentlichen Hauptversammlung für den 31. März 2006, 14.00 Uhr, Kölner Hotel Maritim, eingeladen.

03.12.2005: CBB Holding AG - Antrag auf Ermächtigung zur Einberufung einer aoHV

Der ICG e.V. hat nun gemäß § 122 Abs.3 S.1 AktG Antrag auf Ermächtigung zur Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung der CBB Holding AG beim Amtsgericht Köln eingereicht.

23.11.2005: ce CONSUMER ELECTRONIC AG - ICG stellt Gegenanträge

Zur am 07.12.05 in München stattfindenden außerordentlichen HV der ce CONSUMER ELECTRONIC AG hat der ICG e.V. Gegenanträge zu TOP 2 (Beschlussfassung über die Herabsetzung des Grundkapitals in vereinfachter Form unter gleichzeitiger Erhöhung des herabgesetzten Grundkapitals) und TOP 3 (Wechsel des Börsensegments) gestellt.

15.11.2005: CBB Holding AG - CBB ruft unverzüglich aoHV ein

Die Vorstandsvorsitzende des ICG e.V. Marion Kostinek teilte soeben mit, dass nun alle formalen Voraussetzungen zum Einberufungsverlangen einer außerordentlichen Hauptversammlung erfüllt sind und von der CBB Holding AG anerkannt wurden. Entsprechend ließ die CBB Holding AG heute mitteilen, sie werde die aoHV  auf Antrag der durch den ICG e.V. vertretenen Minderheitsaktionäre unverzüglich binnen der gesetzlichen Fristen einberufen.

29.09.2005: Mitgliederversammlung des ICG e.V. am 29.10.2005

Der ICG e.V. hat heute seine Mitglieder zur Mitgliederversammlung am 29.10.2005 nach Düsseldorf geladen. Tagesordnung, Uhrzeit und die Veranstaltungsadresse sind dem Einladungsschreiben zu entnehmen.

28.09.2005: CBB Holding AG - Einberufungsverlangen einer aoHV

Wie ICG e.V. Vorstand Tobias Ziegler mitteilte, wurde heute ein schriftliches Einberufungsverlangen einer außerordentlichen Hauptversammlung gemäß § 122 Abs. 1 Aktiengesetz an den Vorstand der CBB Holding AG - Dr. Rainer C. Kahrmann - auf den Weg gebracht. Der ICG e.V. hat hierbei mit Vollmacht einiger Mitglieder, die zusammen das nach dem Aktiengesetz erforderliche Quorum für ein Minderheitsverlangen erreichen, gehandelt. Der ICG e.V. wird über den Fortgang des Verfahrens berichten.

03.07.2005: 1. Mitgliederversammlung - Konstruktive Beschlüsse weisen den Weg ...

Bereits 8 Wochen nach Gründung der Investors Communication Group e.V. fand am 02.07.2005 die erste ordentliche Mitgliederversammlung in Düsseldorf statt.

06.06.2005: ICG Engagement bei Datapharm

Der Vorstand des ICG e.V. hat beschlossen, sich in Sachen Datapharm zu engagieren. Es wird ein bevollmächtigter Sprecher des ICG auf der HV am Freitag den 10.06.2005 vertreten sein. Über den Verlauf und die Ergebnisse wird dann an dieser Stelle berichtet.

04.06.2005: Einladung zur 1. ICG e.V. Mitgliederversammlung

Der Vorstand lädt Sie hiermit zur Mitgliederversammlung am Samstag, den 02.07.2005, 13:00 Uhr.

17.05.2005: ICG e.V. offiziell ins Vereinsregister eingetragen

Seit dem 17.05.2005 ist die Investors Communication Group e.V. offiziell unter der Nummer 9542 im Vereinsregister des Registergerichtes Düsseldorf eingetragen.

27.04.2005: Gründung des ICG

Am 27.4.2005 wurde in Düsseldorf der Verein Investors Communication Group e.V. gegründet (kurz ICG) und zur Eintragung im Register angemeldet. Sobald die Vereinsregistereintragung erfolgt ist, wird sich der Verein ICG e.V. nennen dürfen.